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Nvidia-Chef Jensen Huang schließt sich in letzter Minute dem US-Präsidenten Donald Trump bei dessen Besuch in China an. Damit scheinen künstliche Intelligenz und Chiptechnologie eine bedeutende Rolle bei den Gesprächen in Peking zu spielen.
Auch andere große US-Techgrößen reisen mit, darunter Apple-CEO Tim Cook und Tesla-Chef Elon Musk. Trumps Besuch beim chinesischen Präsidenten Xi Jinping steht im Zeichen der zunehmenden Spannungen zwischen beiden Ländern, während auch der Krieg im Nahen Osten zusätzlichen Druck verursacht.
Während des 36-stündigen Besuchs werden voraussichtlich Themen wie Handelszölle, Taiwan und der Wettstreit um AI-Technologie im Mittelpunkt stehen. Nvidia spielt dabei eine Schlüsselrolle, da das Unternehmen die fortschrittlichen Chips liefert, die die weltweite AI-Rallye antreiben.
Auffällig ist, dass Huang bis Dienstag noch nicht auf der offiziellen Gästeliste stand. Nvidia versucht schon länger, mehr Zugang zum chinesischen Markt zu erlangen, den das Unternehmen selbst als potenzielle Chance von rund 50 Milliarden Dollar sieht.
Jensen Huang wurde am Flughafen gesichtet, als er an Bord der Präsidentenmaschine ging. Kurz darauf bestätigte Donald Trump seine Anwesenheit über soziale Medien.
Der US-Präsident nannte es eine „Ehre“, dass Huang zusammen mit anderen prominenten US-Führungskräften Teil der Delegation sei. Auch Boeing-CEO Kelly Ortberg und Goldman Sachs-Chef David Solomon reisen mit nach China.
Trump betonte, dass er in den Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping großen Wert auf Technologie, Handel und AI legen wolle. Ihm zufolge müssen US-Unternehmen mehr Raum auf dem chinesischen Markt erhalten.
Ob Trump die Position von Nvidia in China speziell thematisieren wird, bleibt unklar.
Für Nvidia dreht sich der Besuch vor allem um ein wichtiges Ziel: mehr Zugang zum chinesischen Markt für seine fortschrittlichen H200 AI-Chips zu erhalten. Diese Chips werden zum Training und Betrieb leistungsstarker AI-Modelle wie ChatGPT von OpenAI verwendet und sind einer der wichtigsten Wachstumstreiber für Nvidia.
Der Export solcher Technologien nach China war jahrelang ein heikles Thema. Washington beschränkte die Verkäufe aus Sorge, die Chips könnten auch militärisch genutzt werden. Vor einigen Monaten erteilte die Trump-Regierung jedoch dennoch die Erlaubnis für bestimmte H200-Exportlizenzen, ein bedeutender Erfolg für Nvidia-Chef Jensen Huang.
Dennoch bleibt China ein schwieriges Spielfeld. Peking widersetzt sich seit Jahren den US-Exportbeschränkungen, versucht jedoch gleichzeitig, weniger von ausländischer Chiptechnologie abhängig zu werden. Daher investiert China stark in eigene Unternehmen wie Huawei.
Das macht die Verhandlungen besonders heikel. Im letzten Jahr lehnte China noch den Import der weniger leistungsstarken H20-Chips von Nvidia ab, was zeigt, wie angespannt der technologische Machtkampf zwischen beiden Ländern inzwischen geworden ist.
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