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Die Nvidia-Aktie steht erneut unter Druck und ist auf den tiefsten Stand seit Monaten gefallen. Der Kurs bewegt sich um 169 Dollar und hat damit ein wichtiges Unterstützungsniveau durchbrochen. Anleger sind besorgt über geopolitische Spannungen, eine nachlassende KI-Hype und zunehmende Konkurrenz. Gleichzeitig sehen Analysten Chancen.
Der jüngste Kursrückgang bringt Nvidia (NVDA) in technisch gefährliches Terrain. Die Aktie testet Niveaus, die seit dem letzten Jahr als Boden galten, um die 170 Dollar. Diese Grenze wurde mehrfach erfolgreich verteidigt, ist nun jedoch überzeugend durchbrochen.
Auf dem Chart ist erkennbar, dass der Kurs in Richtung der Zone um 164 Dollar steuert. Das ist die nächste bedeutende Unterstützung. Sollte auch dieses Niveau fallen, warnen Analysten vor einem möglichen weiteren Rückgang in Richtung 130 Dollar.

Diese Schwäche steht nicht allein. Technologieaktien, insbesondere KI-bezogene Unternehmen, schneiden in diesem Jahr schlechter ab. Anleger zweifeln zunehmend an der kurzfristigen Wirkung von KI. Einige fürchten, dass die versprochene Revolution auf sich warten lässt, während andere befürchten, dass KI Arbeitsplätze verdrängt und wirtschaftliche Unsicherheit verursacht.
Neben dem Marktgeschehen spielt die Geopolitik eine große Rolle. Der Konflikt um Iran sorgt für Unsicherheit an den Energiemärkten. Das betrifft Nvidia indirekt.
Mehr als 90 Prozent der Nvidia-Chips werden in Taiwan von TSMC produziert. Taiwan ist stark abhängig von Energieimporten und läuft größtenteils mit Erdgas. Probleme in der globalen Energieversorgung könnten somit direkt die Produktionskapazitäten beeinträchtigen.
Wenn diese Situation anhält, könnte Nvidia mit Engpässen konfrontiert werden. Dies würde genau zu einem Zeitpunkt geschehen, an dem die Nachfrage nach KI-Chips extrem hoch ist. CEO Jensen Huang betonte kürzlich, dass die Nachfrage nach den neuen Blackwell-Chips „außergewöhnlich“ sei.
Zugleich steht der KI-Sektor vor breiteren Herausforderungen. Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Energie und Wasser. Auch verzögern sich Bauprojekte aufgrund von Infrastrukturproblemen. All das bremst das Wachstum des Sektors und damit auch das von Nvidia.
Auffallend ist, dass Nvidia trotz aller Bedenken relativ günstig geworden ist. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 19,7 gehandelt. Das liegt unter dem Durchschnitt des S&P 500, der bei etwa 20,3 liegt.
Das stellt einen bemerkenswerten Trendbruch dar. Jahrelang wurde Nvidia gerade wegen der enormen Wachstumserwartungen mit einem Aufschlag gehandelt.
Analysten bleiben dennoch positiv für die langfristige Entwicklung. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wächst weiterhin stark. Nvidia erwartet in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden Dollar an Rechenzentrums-Einnahmen, mit möglicherweise bis zu einer Billion Dollar bis 2027.
Dennoch gibt es Risiken. Große Technologieunternehmen entwickeln zunehmend eigene Chips. Das könnte die Abhängigkeit von Nvidia verringern und den Druck auf die Margen erhöhen.
Laut Jim Cramer ist es schwierig, den Einfluss des Krieges direkt mit dem Kursrückgang zu verbinden. Er weist darauf hin, dass Nvidia einfach eine der am meisten gehandelten Aktien ist, was sie besonders empfindlich gegenüber Marktbewegungen macht.
Er betont jedoch, dass die grundlegende Nachfrage stark bleibt. Die Industrie hat nach wie vor einen Mangel an Rechenleistung und Speicher. Gleichzeitig könnten höhere Zinsen und steigende Kosten für Rechenzentren das Wachstum bremsen.
Die Meinungen sind geteilt. Einige Analysten sehen den aktuellen Rückgang als Chance zum Einstieg. Andere warnen, dass der Markt noch nicht mit der Korrektur fertig ist, insbesondere wenn geopolitische Spannungen anhalten oder die KI-Investitionen abnehmen.
Die US-Zinsen fallen heute deutlich. Offenbar hofft der Markt trotz der Angriffe der USA auf ein Friedensabkommen mit Iran.
Micron steigt um 18 Prozent und erreicht eine Marktbewertung von 1 Billion Dollar. UBS hebt das Kursziel auf 1.625 Dollar an, angetrieben von der KI-Nachfrage nach Speicherchips.
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