NVIDIA erwartet bis Ende 2027 mindestens eine Billion Dollar Umsatz aus seinen KI-Chips Blackwell und Rubin. CEO Jensen Huang gab diese Prognose auf der jährlichen GTC-Veranstaltung des Unternehmens bekannt.
Zuvor ging NVIDIA von rund 500 Milliarden Dollar Umsatz bis Ende 2026 aus. Die neue Prognose verdoppelt diesen Betrag und verlängert den Zeithorizont um ein Jahr.
Beeindruckend, aber keine Beschleunigung
Die Prognose unterstreicht, wie groß das KI-Geschäft von NVIDIA mittlerweile geworden ist. Dennoch reagierten Anleger unterschiedlich auf die Nachricht.
Die Aktie sprang nach der Ankündigung zunächst um fast fünf Prozent nach oben, gab diese Gewinne später jedoch größtenteils wieder ab. Analysten meinen, der Betrag von einer Billion Dollar sei zwar spektakulär, lasse jedoch keine klare Beschleunigung des aktuellen Wachstumstempos erkennen.
Mit einem Börsenwert von etwa 4,4 Billionen Dollar bleibt NVIDIA das wertvollste Unternehmen der Welt. Gleichzeitig ist die Kursrally der letzten Jahre deutlich abgeflaut. Vor der GTC-Präsentation lag die Aktie dieses Jahr bereits über drei Prozent im Minus.
Wettbewerb bei KI-Chips nimmt zu
Inzwischen wächst die Konkurrenz. Der Rivale Advanced Micro Devices (AMD) investiert aggressiv in sein eigenes KI-Chip-Portfolio.
Auch große Technologieunternehmen versuchen, weniger von NVIDIA abhängig zu werden. Unternehmen wie Google, Amazon und Meta entwickeln zunehmend eigene Chips für KI-Workloads in Rechenzentren.
Um seinen Vorsprung zu halten, erneuert NVIDIA seine Produktlinie nahezu jährlich. Die nächste Generation von KI-Prozessoren, Vera Rubin, wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 erscheinen. Die Chips sind nach der amerikanischen Astronomin benannt, die überzeugende Beweise für die Existenz von Dunkler Materie lieferte.
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