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Die US-Futures bewegen sich am Mittwochmorgen um die Nulllinie, nachdem die Wall Street den dritten Handelstag in Folge schwächer geschlossen hatte.
Die Dow-Futures notieren leicht im Minus, die Futures auf den S&P 500 geben um 0,11 Prozent nach, die Nasdaq-100-Futures verlieren 0,23 Prozent. Damit bleibt der Markt anfällig, nachdem in der vorangegangenen Sitzung vor allem Technologiewerte unter Druck standen.
Am Dienstag verlor der Dow Jones 0,2 Prozent, der S&P 500 gab um 0,7 Prozent nach, der Nasdaq Composite fiel um 1,3 Prozent. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen und einer weltweiten Verkaufswelle am Anleihemarkt belastet die Stimmung zunehmend.
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte am Dienstag erneut den höchsten Stand seit 19 Jahren. Auch außerhalb der Vereinigten Staaten steigen die langfristigen Renditen deutlich.

In Japan kletterte die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten. Die Renditen 30-jähriger Bundesanleihen erreichten den höchsten Wert seit 2011, französische 30-jährige Staatsanleihen notierten so hoch wie seit 2008 nicht mehr.
Für Aktien ist das entscheidend. Höhere Zinsen mindern den heutigen Wert künftiger Gewinne und verteuern die Finanzierung für Unternehmen. Besonders Wachstumswerte und Technologiekonzerne reagieren empfindlich darauf, weil ein großer Teil ihrer Bewertung auf künftigem Gewinnwachstum beruht.
Dennoch fiel die Reaktion an der Wall Street vergleichsweise verhalten aus. Anleger setzen offenbar darauf, dass robuste Unternehmensgewinne und eine widerstandsfähige Konjunktur den Druck höherer Zinsen abfedern können.
In Asien fielen die Verluste deutlicher aus. Der südkoreanische Kospi verlor 5,54 Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 2,64 Prozent nach. Auch der chinesische CSI 300 sank um 2,41 Prozent.
Damit scheint der Druck auf Technologie- und KI-nahe Aktien erneut weltweit spürbar zu werden. Zugleich kam aus China ein auffallend starkes Signal: Der Roboterhersteller Unitree Robotics legte bei seinem Börsendebüt in Shanghai um mehr als 600 Prozent zu, bevor ein Teil der Gewinne wieder abgegeben wurde.

Das Unternehmen nahm rund 905 Millionen Dollar ein und wurde zuvor unter anderem von DeepSeek und Tencent unterstützt. Das zeigt, dass der KI-Hype in China weiterhin ungebrochen ist, auch wenn die breiteren Märkte unter Druck stehen.
Auch der Ölpreis bleibt ein Risiko. Brent stieg auf 91,66 Dollar je Barrel, während WTI in Richtung 85,67 Dollar kletterte. Der Markt reagiert auf widersprüchliche Signale aus Washington und Teheran zur Straße von Hormus.
Präsident Trump erklärt, die Passage sei offen. Iran hält dagegen daran fest, dass die für den Welthandel zentrale Schifffahrtsroute geschlossen bleibt. Solange diese Unsicherheit anhält, bleibt Öl ein möglicher Inflationstreiber.
Tatsächlich passiert derzeit nur ein einziges Schiff die wichtige Meerenge. Von einer offenen Straße von Hormus kann damit im Moment kaum die Rede sein.

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