Das japanische Metaplanet hat erneut für Hunderte Millionen an Bitcoin (BTC) gekauft. Das Unternehmen setzt damit seinen auffälligen Krypto-Kurs unvermindert fort. Seit Anfang dieses Jahres hat sich die Position bereits mehr als verachtfacht. Dennoch nehmen die Zweifel zu. Kann diese aggressive Krypto-Strategie langfristig wirklich gut für die Aktionäre enden?
Mehr als 1,7 Milliarden Dollar an Bitcoin in der Bilanz
Metaplanet kaufte nicht weniger als 2.205 Bitcoin im Wert von etwa 34,5 Milliarden Yen, das entspricht ungefähr 238,7 Millionen Dollar. Damit beläuft sich die Gesamtmenge an Bitcoin, die Metaplanet besitzt, auf 15.555 BTC, mit einem geschätzten Marktwert von 225,8 Milliarden Yen, etwa 1,7 Milliarden Dollar.
Der durchschnittliche Kaufpreis des gesamten Bestands liegt laut Unternehmen bei etwa 14,5 Millionen Yen pro Münze, umgerechnet 99.307 Dollar. Derzeit liegt der Bitcoin-Kurs etwa 10 Prozent höher bei 109.000 Dollar.
Seit Dezember 2024 hat das Unternehmen Krypto ausdrücklich als offizielle Geschäftstätigkeit benannt. Im Januar 2025 stand der Zähler noch bei etwa 1761 BTC. Inzwischen hat sich die Position also mehr als verachtfacht.
Laut CEO Simon Gerovich ist dies erst der Anfang. Das Unternehmen möchte letztendlich auf 210.000 BTC in der Bilanz bis Ende 2027 anwachsen. Das ist ein großer Schritt im Vergleich zum früheren Ziel von 21.000 BTC in 2026.
Zweifel an der Nachhaltigkeit der Strategie nehmen zu
Das Wachstum der sogenannten BTC Yield, die den Anstieg des Bitcoin-Besitzes im Verhältnis zur Anzahl der ausgegebenen Aktien misst, lag in der vergangenen Woche bei einem Plus von 15,1 Prozent. Damit wuchs der Besitz um 2.017 BTC in nur sieben Tagen.
Die Käufe werden teilweise durch die Ausgabe von Aktien und Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb finanziert. Kürzlich tilgte Metaplanet eine Anleihe von 6 Milliarden Yen vorzeitig, mit Geld, das durch sogenannte Stock Acquisition Rights aufgebracht wurde.
Dennoch wächst der Zweifel an solchen Strategien. Analyst James Check von Glassnode meint, dass das „leichte Geld“ in Bitcoin möglicherweise bereits verdient ist. Auch Matthew Sigel von der Vermögensverwaltung VanEck äußert Bedenken. Laut ihm droht eine Verwässerung des Aktionärswerts, wenn das Aktienkapital zu stark auf den Bitcoin-Wert des Unternehmens gestützt wird.
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