Trotz der Behauptungen der nigerianischen Regierung, dass sie beträchtliche Beträge blockiert habe, die mit Sponsoren der #EndBadGovernance-Proteste in Verbindung stehen, bleiben einige mit der Bewegung verbundene Kryptowallets weiterhin aktiv.
83 Milliarden nigerianische Naira in Kryptowährungen blockiert
Am 13. August kündigte Nuhu Ribadu, der nationale Sicherheitsberater (NSA), während einer Sitzung des Staatsrates an, dass die Regierung 83 Milliarden nigerianische Naira (etwa 52 Millionen US-Dollar) in Kryptowährungen und Fiat-Geld blockiert habe. Diese Gelder sollen von Sponsoren der Proteste stammen. Darunter befanden sich 78 Milliarden Naira (50 Millionen US-Dollar) in Kryptowährungen, wobei 59 Milliarden Naira (38 Millionen US-Dollar) vermutlich in vier Wallets eingefroren wurden. Zusätzlich sollen 4 Milliarden Naira (2.540 US-Dollar) von politischen Akteuren aus verschiedenen Regionen, darunter Abuja, Kano, Kaduna und Katsina, beigetragen worden sein.
Eine lokale Überprüfung der Wallet-Adressen durch die Medien deckte jedoch Diskrepanzen auf. Trotz der Behauptungen der Regierung führen einige Wallets weiterhin Transaktionen durch oder weisen falsche Salden auf. So wurde in einem Wallet ein Saldo von 1,5 Millionen Naira (967 US-Dollar) gemeldet, während bei einer Überprüfung nur 270.796 Naira (172 US-Dollar) vorhanden waren. Ein weiteres Wallet, das angeblich 698 Millionen Naira (443.512 US-Dollar) enthielt, wies laut Blockchain-Daten nur 367 Millionen Naira (233.574 US-Dollar) auf.
Fragen zur Wirksamkeit der Maßnahmen
Die betroffenen Wallets, die auf die Börsen KuCoin und MEXC zurückgeführt werden können, senden und empfangen weiterhin Geld, was Fragen zur Wirksamkeit der Regierungsmaßnahmen aufwirft. Eine auffällige Transaktion betraf die Überweisung von 78 Millionen Naira (50.000 US-Dollar) an ein unbekanntes Wallet, wobei das Geld schnell an eine andere Adresse weitergeleitet wurde.
Obwohl die Identität der Wallet-Besitzer nicht bekannt gegeben wurde, besteht die Möglichkeit, dass die Börsen, die diese Wallets verwalten, Informationen an die Behörden weitergegeben haben. Lokale Medien berichteten, dass ein forensischer Krypto-Experte erklärte, die Regierung könne eine Börse zur Unterstützung einer Untersuchung anfragen, wenn die Erträge aus Straftaten in einem Wallet vorhanden seien. Der Experte fügte jedoch hinzu, dass Börsen nicht verpflichtet seien, solchen Anfragen der Regierung nachzukommen, es sei denn, es liege eine substanzielle rechtliche Grundlage vor.
Untersuchungen wegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung laufen
Die Economic and Financial Crimes Commission (EFCC), die das Einfrieren der Wallets beantragt hatte, untersucht die Gelder wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die anhaltende Aktivität in diesen Wallets unterstreicht die Herausforderungen, denen sich Regierungen bei der Regulierung und Überwachung von Kryptowährungstransaktionen gegenübersehen. Die Blockchain-Technologie bietet ein gewisses Maß an Anonymität und Dezentralisierung, was es den Behörden erschwert, Gelder effektiv zu verfolgen und Einfrierungen durchzusetzen.
Die #EndBadGovernanceInNigeria-Proteste wurden von der nigerianischen Kryptowährungs-Community unterstützt, die zu Reformen aufrief, die der Branche und der breiteren Wirtschaft zugutekommen sollten. Die anhaltenden Entwicklungen werfen jedoch Zweifel an der Wirksamkeit und Transparenz der Regierungsmaßnahmen gegen diese Protestbewegung auf.
Indiens Notenbank will Banken den Besitz von Kryptowährungen verbieten
Die indische Zentralbank will Banken vom Kryptogeschäft fernhalten und warnt vor Risiken durch Stablecoins für das Finanzsystem.
Dieser Rechtsstreit könnte über die Zukunft der Prognosemärkte in den USA entscheiden
Mit der Berufung will die Plattform doch noch Klarheit über den rechtlichen Status ihrer Produkte erreichen.
SEC stellt neue Kryptoregeln vor und setzt Agenda für 2026
Die SEC stellt neue Kryptoregeln für 2026 vor, während der US-Kongress am CLARITY Act für den Kryptosektor arbeitet.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
