Beim Bitcoin ( BTC) ist derzeit alles andere als Ruhe angesagt. Der Kurs fiel in dieser Woche kurzzeitig unter die Marke von 100.000 Dollar, was die Nervosität deutlich erhöht hat. In solchen Momenten lohnt es sich, herauszuzoomen und das große Bild zu betrachten.
Der technische Analyst Erik Juffermans von Newsbit hat die Charts unter die Lupe genommen und ordnet die Lage ein.
Bitcoin erreicht kritisches Niveau
Zunächst blicken wir auf den Tageschart. Wir sehen, dass der Kurs seit dem Allzeithoch Anfang Oktober deutlich zurückgekommen ist. Nachdem der Kurs auch die wichtige Unterstützung um 108.000 Dollar verloren hatte, ging es plötzlich schnell. Der Kurs fiel Anfang dieser Woche sogar wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100.000 Dollar – zum ersten Mal seit Juni.

Obwohl sich der BTC-Kurs von diesem wichtigen Bereich inzwischen etwas erholt hat, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Auf den Stunden- wie auch auf den Tagescharts ist der Kurs äußerst volatil. Für belastbare Langfristprognosen eignen sich daher eher der Wochen- und der Monatschart. Sie filtern das Rauschen der kleineren Timeframes und liefern ein klareres Bild. Was zeigt uns der Wochenchart derzeit?
Kurs in der Gefahrenzone, aber kein Grund zur Panik
Im Wochenchart ist klar zu erkennen, dass der Bereich um 100.000 Dollar im vergangenen Jahr zunächst als starker Widerstand fungierte und sich anschließend im Mai und Juni in eine robuste Unterstützungszone verwandelte. Auch im vergangenen Monat fiel der Kurs zweimal in diese Zone zurück, um sich danach wieder zu erholen.

Nun sind wir also erneut in dieser Unterstützungszone angekommen, und der Kurs hält sich vorerst. Wie gesagt ist der Kurs, vor allem auf kleineren Timeframes, sehr volatil. Eigentlich ist der Wochenchart der einzige Chart, den wir im Blick behalten sollten. Solange die Wochenkerzen in oder oberhalb unserer violetten Widerstandszone schließen, handelt es sich um eine gesunde Korrektur und einen Test.
Sollten wir jedoch einen Wochenschluss unterhalb dieser Zone bekommen, wäre das Grund zur Sorge. So weit sind wir aber noch nicht. Außerdem sehen wir, dass der RSI (Relative Strength Index), der die Kursstärke anzeigt, derzeit bei 45 steht. Die letzten Male, als der RSI in diesem Bullenmarkt so tief fiel, markierte das jeweils einen Boden.
Es ist daher wichtig, den Wochenchart genau im Auge zu behalten. Stunden- und auch Tagescharts lenken oft nur vom großen Bild ab. Vorerst besteht kein Grund zur Panik.
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