Der Bitcoin-Kurs erreichte am vergangenen Freitag einen Höchststand von über 78.000 Dollar. Eine Fortsetzung auf 80.000 Dollar blieb jedoch aus. Der Kurs fiel zurück und liegt inzwischen bei etwa 75.000 Dollar. Newsbit-Analyst Erik Juffermans analysiert, was wir in dieser Woche erwarten können.
Kurs bleibt in monatelangem Muster gefangen
Auf dem Tageschart ist laut Juffermans deutlich zu erkennen, dass der Kurs weiterhin in einem klaren Aufwärtskanal steckt. Vergangenen Freitag wurde der Kurs an der Oberseite dieses Kanals zurückgewiesen. Das geschah bereits zweimal im letzten Monat.
Damit bleibt ein bearishes Szenario weiterhin möglich. Juffermans weist auf ein vergleichbares Muster vom vergangenen Winter hin. Nach einer ansteigenden Bärenflagge fiel der Kurs damals auf ein Niveau von 60.000 Dollar.

Es gibt auch positive Signale
Dennoch sieht Juffermans auch optimistische Anzeichen. Die Zone um 70.000 Dollar stellte in den letzten Monaten ein entscheidendes Niveau dar. Im vergangenen Monat stieg der Kurs zweimal darüber, doch ein erfolgreicher Retest blieb aus.
Diesmal gelang es jedoch. Der Kurs testete die 70.000-Dollar-Zone erfolgreich als Unterstützung. Laut Juffermans ist das ein wichtiger Unterschied zu früheren Versuchen und ein Zeichen dafür, dass Käufer auf diesem Niveau zunehmend stärker werden.

Kann der Kurs auf 80.000 Dollar steigen?
Auch kurzfristig signalisiert Juffermans starke Signale. Auf dem Vier-Stunden-Chart ist zu sehen, wie der Kurs seit Beginn des Aprils in einem klaren Aufwärtstrend liegt. Obwohl der Kurs innerhalb dieses Musters nun leicht zurückgeht, zeigt der RSI-Indikator ein bullishes Signal: eine versteckte bullishe Divergenz.
Das bedeutet, dass der Kurs höhere Höchststände erreicht, während der RSI-Wert, der die Kursstärke misst, niedrigere Höchststände zeigt. Laut Juffermans ist dies ein Zeichen dafür, dass die aktuelle Rallye kurzfristig möglicherweise weitergeht. Das psychologische Niveau von 80.000 Dollar ist dabei ein logisches Kursziel.

Die große Frage bleibt, ob der Kurs den Aufwärtskanal durchbrechen kann oder ob sich das Muster vom vergangenen Winter wiederholt. Juffermans hält beide Szenarien für möglich, sieht aber kurzfristig mehr Argumente für die Bullen als für die Bären.
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