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Der US-Senat könnte bereits in der Woche vom 13. April eine Anhörung zur Nominierung von Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank abhalten, berichtete Punchbowl News.

Der Termin steht noch nicht endgültig fest, jedoch ist das Timing entscheidend: Die Amtszeit von Jerome Powell als Fed-Vorsitzender endet am 15. Mai, und Powell hat zuvor erklärt, dass er bis zur offiziellen Bestätigung eines Nachfolgers im Amt bleiben wird.

Warum richtet sich der Blick der Märkte auf Warsh?

Für Bitcoin und den Kryptomarkt ist dies relevant, da Warsh als offener für Zinssenkungen gilt als Powell. Jedoch kommt er in einer schwierigen Zeit: Der Konflikt mit Iran hat die Ölpreise in die Höhe getrieben, Inflationsängste geschürt und die Chance auf schnelle Zinssenkungen verringert.

Warsh ist kein Unbekannter in der US-Zentralbank. Er gehörte bereits zuvor dem Vorstand der Zentralbank an und hat sich in der letzten Zeit öffentlich für einen Kurswechsel ausgesprochen.

Er strebt eine weniger zurückhaltende Politik an, steht der aktuellen Fed kritisch gegenüber und möchte auch die enorme Bilanz der Zentralbank verkleinern.

Sein Weg zur Bestätigung ist jedoch noch nicht frei. Senator Thom Tillis hat zuvor damit gedroht, Fed-Nominierungen zu blockieren, solange der juristische Konflikt um Powell andauert. Allerdings hat der Druck auf diese Blockade nachgelassen, nachdem ein Gerichtsprotokoll gezeigt hatte, dass die Justiz kaum Beweise im Powell-Untersuchungsverfahren hatte.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Für Bitcoin ist die Situation zwiespältig. Auf dem Papier wirkt Warsh bullish, da ein Vorsitzender, der eher zu Zinssenkungen neigt, für risikoreiche Anlagen meist vorteilhaft ist.

In der Praxis ist es weniger eindeutig, da hohe Ölpreise und Inflation der Fed weniger Spielraum für schnelle Lockerungen geben. Dies könnte die Märkte zunächst enttäuschen, wenn Anleger voreilig auf eine weichere US-Zentralbank setzen.

Langfristig bleibt eine Fed, die weniger strikt agieren möchte, jedoch potenziell positiv für Bitcoin.

Der Kernpunkt ist: Eine schnellere Bestätigung von Warsh könnte sich positiv für Bitcoin anfühlen, jedoch nur, wenn die Inflation und Energiepreise der Fed tatsächlich Spielraum für eine mildere Politik bieten. Ohne diesen Spielraum bleibt es vorerst ein theoretisch optimistisches Szenario, noch nicht unbedingt direkt für den Bitcoin-Kurs.

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