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Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im roten Bereich eröffnet. Die zunehmenden Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sorgen erneut für Nervosität unter den Investoren, die sich um die globalen wirtschaftlichen Aussichten sorgen.
Insbesondere Technologieaktien stehen unter Druck, mit dem niederländischen Chiphersteller ASML als bemerkenswertem Verlierer. Die Aktie verzeichnete im Vormittagshandel einen Verlust von über 5%.

Der amerikanische Präsident Trump hat eine neue Untersuchung angekündigt, die mögliche Einfuhrzölle auf kritische Mineralien betrifft, ein Sektor, in dem China eine dominante Position einnimmt. Dieser Schritt schürt die Angst vor einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts, besonders da die USA kürzlich die Einfuhrzölle auf chinesische Produkte auf bis zu 145% erhöht haben.
Obwohl die wirtschaftlichen Daten aus China zunächst für etwas Optimismus sorgten – die chinesische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um 5,4%, etwas über den Erwartungen – wiegen diese positiven Signale derzeit weniger schwer. Die sich verschlechternde Beziehung zwischen den beiden Wirtschaftsmächten lastet stärker auf dem Sentiment.
Der Chiphersteller Nvidia meldete am Dienstagabend, dass er aufgrund von amerikanischen Exportbeschränkungen für Chips nach China Kosten in Höhe von $5,5 Milliarden erwartet. Diese Aussage setzte auch ASML unter Druck. Das niederländische Technologieunternehmen meldete früher am Tag enttäuschende Bestellzahlen. Obwohl es seine Umsatzerwartungen für das gesamte Jahr beibehielt, fürchten Investoren, dass die weltweite Nachfrage nach Chipmaschinen zu stocken beginnt.
Im Vereinigten Königreich fiel die Inflation im März auf 2,6% auf Jahresbasis. Dadurch wächst die Erwartung, dass die Bank of England im Mai die Zinsen senken wird. Auch in der Eurozone scheint die Inflation leicht abzukühlen, mit einem erwarteten Rückgang auf 2,2%.
Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft sich am Donnerstag. Der Markt rechnet stark mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte, was den Einlagezins auf 2,25% bringen würde.
Die Ölpreise fielen am Mittwoch um fast 1%, als Reaktion auf die zunehmenden Sorgen über die Weltwirtschaft. Die Internationale Energieagentur (IEA) senkte ihre Nachfrageprognose für 2025 deutlich – die größte Abwärtskorrektur in fünf Jahren.
In einem Klima, in dem wirtschaftliche Sorgen schwerer wiegen als positive Quartalsergebnisse, ziehen sich Investoren aus risikoreichen Anlagen zurück.
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