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Der Handel mit Optionen auf den Bitcoin ETF (BTC) von BlackRock wächst so stark, dass die Nasdaq die US‑Börsenaufsicht gebeten hat, die Positionsgrenzen für dieses Produkt deutlich anzuheben. Wie groß der Sprung genau ausfallen soll, will die Börse erst später im Detail offenlegen. Laut Marktbeobachtern würde der Vorschlag den ETF jedoch in einen erlesenen Kreis der größten US‑Aktien einreihen.
Aus einem aktuellen Antrag der Nasdaq bei der SEC geht hervor, dass die Börse die Obergrenze für Optionen auf den iShares Bitcoin Trust (IBIT) von 250.000 auf 1 Million Kontrakte anheben will. Optionen sind Finanzgeschäfte, die Anlegern das Recht geben, ein Produkt zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Vereinbarungen werden in sogenannten Kontrakten festgehalten, und Positionslimits legen fest, wie viele solcher Kontrakte eine einzelne Partei maximal halten darf.
Ein ETF ist ein Investmentfonds, der ganz normal an der Börse gehandelt wird, sodass Anleger leicht ein- und aussteigen können. Bei einem Bitcoin ETF bildet der Fonds schlicht den Bitcoin-Kurs ab, ohne dass Anleger selbst Bitcoin verwahren müssen.
Nach Ansicht der Nasdaq muss diese Grenze angehoben werden, weil große Anleger sonst nur eingeschränkt handeln können. Ist das Limit zu niedrig, können sie ihre Positionen nicht vollständig absichern oder bestimmte Strategien nicht umsetzen. Das bremst die Marktmechanik.
Laut der Börse sind höhere Limits nötig, um Strategien zu ermöglichen, die große Marktteilnehmer häufig einsetzen. Dazu zählt etwa Hedging, bei dem Anleger ihr Risiko verringern, indem sie eine Position absichern, oder verschiedene Ertragsstrategien wie Prämieneinnahme, Renditeaufbau oder ähnliche Konstruktionen.
Nach Einschätzung von Vincent Liu, Chief Investment Officer beim Handelsunternehmen Kronos Research, sind solche Anpassungen üblich, sobald ein Produkt „wirklich Volumen tragen kann“. Er rechnet damit, dass die SEC den Vorschlag genehmigen wird. „Falls das geschieht, dürften die Orderbücher tiefer werden, die Spreads enger und der Optionsmarkt effizienter“, so Liu. Er erwartet zudem eine kurze Phase erhöhter Volatilität, bevor sich der Markt wieder beruhigt, weil große Akteure ihre Risiken besser absichern können.
Die mögliche Anhebung wirft auch grundsätzliche Fragen zur Rolle von Bitcoin im Finanzsystem auf. Analyst und Autor Adam Livingston argumentierte auf X, der Schritt würde den Bitcoin ETF in dieselbe Kategorie stellen wie „die größten und liquidesten Aktien der Welt“ – etwa Apple und Microsoft. Seiner Ansicht nach ist der Markt längst zu dem Schluss gekommen, dass Bitcoin ein Mega‑Cap‑Asset ist – ungeachtet der politischen Debatten darum.
Der Antrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin ETF zuletzt deutliche Kursschwankungen verzeichnet haben. In der vergangenen Woche wurden mehr als 1 Milliarde US‑Dollar Kapital aus diesen Fonds abgezogen. Auch diese Woche startete schwach, mit Abflüssen von 151 Millionen US‑Dollar am Montag. Am Dienstag und gestern drehte sich das Bild jedoch wieder: Zusammengenommen flossen 149,8 Millionen US‑Dollar zurück in die Produkte.
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