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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant weiter und eine neue Entwicklung steht vor der Tür: KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben erledigen. Auch in der Kryptowelt schreiten diese digitalen Assistenten voran. Das Kryptounternehmen MoonPay ist das nächste, das mit der Einführung eigener KI-Agenten aktiv wird.
MoonPay gab diese Woche bekannt, „MoonPay Agents” ins Leben zu rufen. „Das Tor zur Agent-gesteuerten Wirtschaft”, heißt es dazu.
Das Unternehmen nennt MoonPay Agents die „non-custodial Software-Schicht, die KI-Agenten Zugang zu Wallets, Guthaben und die Möglichkeit bietet, eigenständig Transaktionen über die MoonPay CLI auszuführen“.
Man kann es sich als eine Art digitale Zwischenebene vorstellen, die es einem KI-Programm ermöglicht, eine eigene Krypto-Wallet zu nutzen. Wichtig ist, dass es um eine sogenannte „non-custodial“ Ebene handelt. Das bedeutet, dass der Nutzer die Kontrolle über seine Gelder behält. MoonPay verwaltet die Kryptowährungen also nicht selbst.
Über die MoonPay CLI, ein Tool für Entwickler, können Unternehmen KI-Systeme erstellen, die tatsächlich Transaktionen auf der Blockchain durchführen.
MoonPay wurde 2019 mit der Mission gegründet, Kryptowährungen für ein breites Publikum zugänglich zu machen, indem es eine Brücke zwischen Fiatgeld und der Blockchain schlägt.
Sobald ein Nutzer die erforderliche Identitätsprüfung abgeschlossen und eine Wallet finanziert hat, kann ein KI-Agent im Namen des Nutzers handeln. Dazu gehört der Kauf, Tausch oder Versand von digitalen Coins auf der Blockchain.
„KI-Agenten können zwar denken, aber ohne Kapitalinfrastruktur nicht wirtschaftlich handeln“, sagt CEO Ivan Soto-Wright. „MoonPay ist die Brücke zwischen KI und Geld.“
Die Agenten laufen auf der MoonPay CLI, einem Entwickler-Tool des Unternehmens. Sie unterstützen unter anderem wiederkehrende Käufe, Cross-Chain-Swaps und den x402-Standard für Maschine-zu-Maschine-Zahlungen.
MoonPay ist nicht das einzige Unternehmen, das auf diese Entwicklung setzt. Bereits Anfang des Monats enthüllte die Kryptobörse Coinbase neue Krypto-Wallets, die speziell für KI-Agenten entwickelt wurden, die eigenständig On-Chain-Transaktionen durchführen.
Und das Zahlungsunternehmen Stripe, das eine mögliche Übernahme von PayPal prüft, fügte Unterstützung für den x402-Standard hinzu, mit dem KI-Systeme selbstständig Zahlungen mit der Stablecoin USDC ausführen können.
Der Grund, warum Kryptowährungen oft als perfekte Währung für KI-Agenten gelten, ist einfach: Blockchains arbeiten rund um die Uhr, kennen keine Landesgrenzen und benötigen keine Bank als Zwischeninstanz. Zahlungen sind programmierbar, direkt und transparent. Für Software, die eigenständig handelt, ist das eine logische Lösung.
Doch letzte Woche wurde jedoch auch deutlich, dass damit noch immer erhebliche Risiken verbunden sind. Ein KI-Agent eines OpenAI-Mitarbeiters verlor aufgrund eines Ausführungsfehlers in einer einzigen Transaktion fast eine halbe Million Dollar an Kryptotoken.
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