Heute könnte ein historischer Tag für Millionen von Anlegern werden, die, bewusst oder unbewusst, eine Exposition gegenüber Bitcoin (BTC) haben. Eine Entscheidung des S&P 500-Komitees könnte dazu führen, dass Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber, eine beispiellose Kapitalzufuhr von Milliarden Dollar erhält.
Bloomberg: Strategy erfüllt alle S&P-Anforderungen
Laut Bloomberg erfüllt Strategy alle Anforderungen, um in den S&P 500 aufgenommen zu werden. Dies könnte dann zu einem direkten Zufluss von etwa 16 Milliarden Dollar führen, so das Medienunternehmen.
Die Kapitalzufuhr resultiert daraus, dass zahlreiche passive Fonds den Index verfolgen. Diese sind dann verpflichtet, Aktien von Strategy zu kaufen. Bei dem aktuellen Börsenkurs würde das den Kauf von etwa 50 Millionen Aktien bedeuten.
Der S&P 500 ist weltweit der am meisten verfolgte Aktienindex. Ihm sind fast 10.000 Milliarden Dollar an Anlageprodukten zugeordnet, einschließlich zahlreicher Pensionsfonds. Durch die Aufnahme von Strategy erhalten all diese Investoren indirekt eine Exposition gegenüber Bitcoin. Oft ohne dass sie es selbst merken.
Die Überprüfung des S&P 500 wird heute bekannt gegeben. Bei grünem Licht wird die Strategy-Aktie offiziell am Donnerstag, den 19. September, hinzugefügt.
Milliardengewinn ebnet den Weg
Das Strategy von Michael Saylor steht so gut da, dass die Chance auf eine S&P 500-Notierung sehr groß scheint, obwohl man auf die endgültige Aussage warten muss. Die erhöhte Chance auf eine Notierung kam nach seinem letzten Rekordquartal, in dem das Unternehmen einen operativen Gewinn von 14 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 10 Milliarden Dollar verzeichnete.
Das Unternehmen erfüllt damit (weitgehend) die strengen Kriterien für die Aufnahme in den S&P 500-Index. Diese Bedingungen umfassen unter anderem eine Marktkapitalisierung von mindestens 8,2 Milliarden Dollar, ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von mindestens 250.000 Aktien und positive Gewinnzahlen sowohl für das vergangene Quartal als auch für die letzten zwölf Monate.
Die positiven Zahlen sind größtenteils den neuen Buchhaltungsregeln zu verdanken, die seit Januar in Kraft sind. Strategy darf dadurch den aktuellen Marktwert seines Bitcoin-Besitzes direkt in den Quartalsergebnissen verarbeiten. Das bedeutet, dass Kurssteigerungen der digitalen Währung als Gewinn gebucht werden dürfen, auch wenn sie noch nicht verkauft wurden.
Unter der Leitung von Michael Saylor besitzt das Unternehmen mittlerweile 636.505 BTC, was mehr als 3 Prozent aller existierenden Bitcoins entspricht. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 73.527 Dollar pro Münze steht das Unternehmen auf einem papiermäßigen Gewinn von über 24,6 Milliarden Dollar.
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