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US-Börsenfutures notieren am Donnerstag leicht im Plus, nachdem der Juli schwach begonnen hatte. Anleger versuchen, den Verkaufsdruck an der Wall Street abzuschütteln, bleiben vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht für Juni aber vorsichtig.
Dow-Futures legten um 0,1 Prozent zu, auch die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 notierten leicht höher.
In Asien fiel das Bild schwächer aus. Besonders Südkorea geriet unter Druck. Der Kospi verlor zur Eröffnung mehr als 5 Prozent, woraufhin die Börse den Handel zeitweise aussetzte, um die Volatilität zu dämpfen. Inzwischen hat sich der Kurs wieder etwas erholt.

Der Druck auf den Markt kam am Mittwoch vor allem aus dem Chipsektor. Der VanEck Semiconductor ETF verlor 5,4 Prozent. Micron und Sandisk gaben jeweils mehr als 10 Prozent nach.

Anleger nehmen nun sichtbar Gewinne bei den Gewinnern des KI-Trades mit. Offen ist, ob dies auf eine breitere Topbildung hindeutet oder eher eine gesunde Rotation innerhalb des Bullmarkts ist.
Einige Analysten sehen die Bewegung vor allem als Hinweis auf das zweite Szenario. Dieser Bullmarkt ist von Rotation geprägt. Fließt Kapital aus Chipwerten ab und in andere zyklische Sektoren, muss das nicht negativ sein.
Dennoch bleibt der Markt vor dem US-Arbeitsmarktbericht anfällig. Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft im Juni 115.000 neue Stellen geschaffen hat. Die Zahl ist für die Federal Reserve wichtig.
Ein starker Arbeitsmarktbericht könnte die Zinsangst erneut anfachen. Der Markt rechnet mit möglichen Zinserhöhungen, falls die Inflation hartnäckig bleibt und der Arbeitsmarkt robust bleibt.
Ein schwächerer Bericht könnte dagegen für Erleichterung sorgen, weil er der Fed weniger Spielraum für eine straffere Geldpolitik geben würde.
In Asien gab es auch positive Signale. Die chinesischen Elektroautobauer BYD und Xiaomi legten in Hongkong nach starken Auslieferungszahlen für Juni zu. BYD verkaufte mehr als 403.000 Fahrzeuge, ein Plus von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Xiaomi meldete den dritten Monat in Folge mehr als 30.000 Auslieferungen.
Das gibt Anlegern etwas Vertrauen in den chinesischen EV-Sektor, trotz der breiteren Sorgen über die chinesische Wirtschaft.
Auch der Ölpreis steht weiter unter Druck. Brentöl fiel in Richtung 71 Dollar je Barrel und verzeichnete das schwächste Quartal seit 2020. Auslöser ist die Hoffnung auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Trump zufolge verlaufen die Verhandlungen in Katar positiv.
Niedrigere Ölpreise können den Inflationsdruck verringern und wären damit theoretisch positiv für die Märkte. Vorerst dominiert jedoch die Unsicherheit rund um Chips, Zinsen und den Arbeitsmarkt. Bitcoin (BTC) und Edelmetalle profitieren zwar vom fallenden Ölpreis, weil dadurch der Zinsdruck bereits etwas nachlässt.
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