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Michael Saylor ist weltweit bekannt geworden für sein Fanatismus, wenn es um Bitcoin (BTC) geht. Laut ihm ist Bitcoin die beste Anlageoption. Mit seinem Unternehmen Strategy (früher MicroStrategy) wurde er zum Aushängeschild der institutionellen Bitcoin-Adoption. Aber nicht jeder teilt seine Begeisterung.
Die New Yorker Anwaltskanzlei Pomerantz LLP hat eine sogenannte Sammelklage eingereicht gegen Strategy. Dies bedeutet, dass die Kanzlei die Klage im Namen einer Gruppe von Menschen, in diesem Fall Investoren in Strategy, einreicht. Laut der Klage hat das Unternehmen von Saylor Investoren mit unvollständigen und zu optimistischen Informationen über ihre BTC-Investitionsstrategie getäuscht. Die Klage betrifft Aktionäre, die zwischen dem 30. April 2024 und dem 4. April 2025 in das Unternehmen investierten.
Der Kern des Falles dreht sich um die Art und Weise, wie Strategy die finanziellen Auswirkungen eines neuen Buchhaltungsstandards kommunizierte (mit dem technischen Namen ASU 2023-08). Dieser verpflichtet Unternehmen, ihre Kryptowährungen zum Marktwert zu bewerten. Strategy nutzte jahrelang eine konservativere Methode, bei der nur Preisrückgänge verbucht wurden, nicht die Gewinne. Aber nach dem Wechsel sollen sie die Risiken dieser neuen Methode heruntergespielt haben. Im Gegensatz dazu präsentierten sie den Investoren übertrieben positive Prognosen, so die Anwaltskanzlei.
Laut Pomerantz hielt Strategy entscheidende Informationen zurück, wie die Tatsache, dass das Unternehmen im ersten Quartal 2025 bis zu 5,9 Milliarden Dollar an unrealisierten Verlusten verbuchen musste. Der Aktienkurs fiel daraufhin um mehr als 8%.
Unterdessen setzt sich der Kurs der Aktie einfach fort. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht sie bei einem Wert von etwa 408 Dollar. Im April, als der Handelskrieg unter Trump einen Höhepunkt erreichte, stand die Aktie noch bei nur etwa 238 Dollar. Seitdem ist Strategy um beeindruckende 93 Prozent gestiegen.
Der Papiergewinn des Unternehmens ist ebenfalls beachtlich. Michael Saylor berichtete kürzlich, dass sein Unternehmen in einem Quartal einen Papiergewinn von 14 Milliarden Dollar verzeichnete. Dieser Gewinn ist größtenteils den neuen Buchhaltungsregeln und natürlich der steigenden BTC-Kurs zu verdanken.
Zu Beginn des zweiten Quartals besaß Strategy mehr als 528.000 Bitcoin, damals gut für einen Wert von über 43 Milliarden Dollar. Das steht im starken Kontrast zu der Software-Sparte des Unternehmens, die nur 113 Millionen Dollar Umsatz machte. Inzwischen besitzt Strategy deutlich mehr Münzen, nahezu 600.000. Bei dem aktuellen Kurs entspricht das einem Gesamtwert von über 66 Milliarden Dollar.
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