Trotz des jüngsten Einbruchs des Bitcoin (BTC)-Kurses hält Michael Saylor an seiner radikalen Anlagestrategie fest. In einem Interview mit CNBC betonte er erneut: Sein Unternehmen wird „jedes Quartal, für immer“ Bitcoin kaufen.
Strategy mit Buchverlusten in Milliardenhöhe, Akkumulation läuft trotzdem weiter
Das börsennotierte Unternehmen besitzt mittlerweile 714.644 Bitcoin, wie Daten von BitcoinTreasuries zeigen. Beim aktuellen Kurs von 66.660 Dollar entspricht das einem Marktwert von über 47,5 Milliarden Dollar. Dennoch kämpft Strategy mit einem nicht realisierten Verlust von etwa 6,7 Milliarden Dollar auf seine BTC-Position.
Saylor zeigt sich unbeeindruckt. „Wir werden nicht verkaufen. Wir werden weiterhin Bitcoin kaufen”, erklärte er. Selbst ein Kurssturz von 90 Prozent würde die Unternehmensstrategie nicht beeinträchtigen. „Dann refinanzieren wir die Schulden. Wir rollen die Verbindlichkeiten einfach”, so der CEO.
Auch die Aktie des Unternehmens, MSTR, steht unter Druck. In der vergangenen Woche fiel der Kurs auf 104 Dollar, den niedrigsten Stand seit Sommer 2024. Derzeit steht die Aktie bei etwa 133 Dollar, bleibt aber weit entfernt von ihrem Höchststand von 542 Dollar.
Strategy erwirbt kurz vor der Korrektur Bitcoin
Am Montag gab Strategy bekannt, erneut BTC zugekauft zu haben. Insgesamt handelte es sich um 1.142 Coins im Wert von rund 90 Millionen Dollar. Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig: Der Kauf erfolgte kurz bevor der Kurs vorübergehend unter 60.000 Dollar fiel.
Der Kauf wurde durch die Ausgabe von 616.715 neuen MSTR-Aktien finanziert, wodurch 89,5 Millionen Dollar eingenommen wurden. Es war bereits der sechste Kauf in diesem Jahr. Insgesamt erwarb Strategy im Jahr 2026 bereits 42.144 Bitcoin im Wert von rund 3,9 Milliarden Dollar.
BTC-Strategie durch hohe Liquiditätsreserve gestützt
Um Kursrückgänge abzufedern, verfügt Strategy über eine solide Kapitalreserve. Laut Saylor hat das Unternehmen rund 2,3 Milliarden Dollar an Barmitteln und hochliquiden Mitteln. Damit können Dividendenzahlungen bis 2028 geleistet werden, ohne dass Bitcoin verkauft werden muss.
Darüber hinaus müssen bis 2027 keine größeren Schulden getilgt werden. Dies bietet ausreichend Spielraum, um die langfristige Strategie unabhängig von der Kursentwicklung von BTC fortzusetzen.
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