Bitcoin (BTC) hat heute seinen höchsten Kursstand seit zehn Wochen erreicht, was Michael Saylor freuen dürfte. Sein Unternehmen Strategy muss nun keinen Verlust mehr auf seine immense Bitcoin-Reserve verbuchen. Doch spielt das überhaupt eine Rolle?
780.897 BTC wieder im Plus
Bitcoin erlebt einen deutlichen Aufwind. Der BTC-Kurs stieg heute um fast 4 Prozent und erreichte zum ersten Mal seit dem 3. Februar die Marke von 78.000 Dollar. Ausschlaggebend war vor allem die Nachricht, dass Iran die Straße von Hormus wieder für den Handelsschiffsverkehr geöffnet hat.
Am Montag ging es sogar noch stärker in die Höhe und im Laufe der vergangenen Woche steht nun ein Gewinn von über 10 Prozent zu Buche. Es könnte die beste Woche seit November 2024 werden.
Das ursprünglich als Softwareanbieter gestartete Unternehmen konnte mit seinen 780.897 Bitcoins satte 5,65 Milliarden Dollar auf die Bilanz schreiben. Der Wert der Bitcoin-Reserve stieg von 55,25 Milliarden Dollar auf 60,90 Milliarden Dollar.
Vergangenen Montag kündigte Strategy eine neue Mega-Akquisition von 13.927 Bitcoins im Wert von einer Milliarde Dollar an. Der Durchschnittspreis pro Coin lag bei 71.900 Dollar, wodurch sich der durchschnittliche Kaufpreis des gesamten Bestands auf etwa 75.500 Dollar erhöhte.
Pro Coin ergibt sich daraus ein Gewinn von etwa 2.500 Dollar, was in Summe eine Steigerung von fast 2 Milliarden Dollar bedeutet. Ein riesiger Unterschied zum nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden Dollar, der am Ende des ersten Quartals in den Büchern stand. Allerdings verblasst das im Vergleich zum Rekordgewinn von 14,05 Milliarden Dollar, den Strategy im zweiten Quartal 2025 verzeichnete.
Die Aktie von Strategy stieg heute sogar stärker als Bitcoin und verzeichnete ein Plus von 14 Prozent. In der vergangenen Woche entspricht das einer Steigerung von 32 Prozent.
Verkaufen kommt für Saylor nicht infrage
Strategy startete im August 2020 sein Bitcoin-Abenteuer mit einem ersten Kauf im Wert von 250 Millionen Dollar. Seitdem wurde kein einziger Bitcoin verkauft und Saylor betonte immer wieder, dass dies auch niemals geschehen wird.
Im Februar sagte er, dass selbst ein Crash von 90 Prozent in den kommenden vier Jahren Strategy nicht zum Verkauf zwingen würde. Das Unternehmen würde in diesem Fall einfach seine Schulden durch neue Kredite ersetzen.
Um die Dividendenzahlungen auf die Vorzugsaktien zu sichern, eine Art von Aktie, die jährlich eine feste Ausschüttung bietet, hat Strategy seit Ende letzten Jahres eine Dollarreserve von 2,25 Milliarden Dollar aufgebaut. Dieser Betrag deckt zwei bis drei Jahre an Zahlungen ab.
Und Saylor erklärte im Februar ebenfalls, dass das Unternehmen unabhängig vom Kurs weiterhin Bitcoins kaufen werde. Das zeigt das Unternehmen auch in diesem Jahr. Trotz des enttäuschenden Kurses wurden bereits Coins im Wert von fast 9 Milliarden Dollar hinzugekauft.
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