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Bitcoin (BTC) kann laut Michael Saylor eine wichtige Rolle im Finanzsystem spielen, ohne dass Staking, Inflation oder andere eingebettete Renditemechanismen nötig sind. Der Vorstandschef von Strategy präsentierte diese Woche eine neue Vision, wie Anleger mit Bitcoin Rendite erzielen können, während die Coin selbst unverändert bleibt.
Saylor, geschäftsführender Vorsitzender von Strategy, dem börsennotierten Unternehmen mit der weltweit größten Bitcoin-Reserve, teilte heute auf X sein sogenanntes „Digital Asset Stack“. Dieses Modell besteht aus fünf Schichten. Bitcoin bildet dabei das Fundament für Kredit-, Geld-, Zins- und Aktienprodukte.
Laut Saylor soll Bitcoin vor allem als eine Form von digitalem Kapital dienen, auf dem andere Finanzprodukte aufgebaut werden können. Banken, Unternehmen und Finanzinstitutionen können dann Produkte entwickeln, mit denen Investoren Rendite erzielen. Das Bitcoin-Netzwerk selbst muss dabei nicht verändert werden.
In der Praxis entspricht dies genau dem Ansatz, den Strategy seit Jahren verfolgt. Das Unternehmen besitzt derzeit 846.842 Bitcoin und gab gestern bekannt, weitere 1.587 Bitcoin erworben zu haben. Strategy nutzt diesen Bitcoin-Bestand als Sicherheit für verschiedene Finanzprodukte, mit denen es neues Kapital anzieht.
Strategy hat hierfür mehrere Wertpapiere ausgegeben, darunter die Stammaktien MSTR und Vorzugsaktien wie STRC, STRK, STRF und STRD. Mit dem eingesammelten Kapital finanziert das Unternehmen unter anderem neue Bitcoin-Käufe. Laut Saylor zeigt dieser Ansatz, wie Anleger zwischen verschiedenen Risiko- und Renditeprofilen wählen können. Immer dient derselbe Bitcoin-Bestand als Grundlage.
Ein wichtiger Bestandteil des Modells ist die Schicht, die Saylor als „digital credit“ beschreibt. Diese Schicht ist für Anleger gedacht, die Einkommen erzielen möchten, ohne direkt allen Kursschwankungen von Bitcoin ausgesetzt zu sein.
Laut Saylor muss Bitcoin selbst keine Zinsen oder Staking-Belohnungen bieten, wie es etwa Ethereum (ETH) tut. Unternehmen können stattdessen Aktien, Vorzugsaktien oder andere Wertpapiere ausgeben, die durch einen großen Bitcoin-Bestand unterstützt werden. Anleger erhalten ihre Rendite über diese Produkte, während Bitcoin die wirtschaftliche Grundlage der Konstruktion bildet.
Eines der bekanntesten Beispiele ist STRC, eine Vorzugsaktie von Strategy, die laut Saylor in die Kategorie „digital credit“ fällt. Strategy hat über STRC mittlerweile etwa 10,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Laut ihm zeigt dies, wie Rendite um Bitcoin herum geschaffen werden kann, ohne dass Bitcoin selbst Staking, Inflation oder andere Protokolländerungen benötigt.
Laut Saylor ähnelt dies der Funktionsweise traditioneller Finanzmärkte. Eine Anleihe ist nicht dasselbe wie das Unternehmen, das die Anleihe ausgibt. Auch ist eine Hypothek nicht dasselbe wie die dahinterstehende Immobilie. In ähnlicher Weise muss ein Finanzprodukt rund um Bitcoin seiner Meinung nach nicht die gleichen Risiken und Kursschwankungen haben wie Bitcoin selbst.
Saylor sieht die starken Kursschwankungen von Bitcoin nicht als Schwäche. Seiner Meinung nach sind diese vielmehr auf die Knappheit von Bitcoin zurückzuführen. Auch die weltweite Verfügbarkeit und die Tatsache, dass der Markt rund um die Uhr geöffnet ist, spielen eine Rolle.
Laut Saylor können Finanzprodukte, die auf Bitcoin aufbauen, Anlegern dennoch ein anderes Risiko-Rendite-Verhältnis bieten als die Kryptowährung selbst. Dabei wird Bitcoin als Sicherheit genutzt, während andere Teile der Kapitalstruktur einen Teil der Risiken abfangen.
Er erkennt jedoch an, dass solche Produkte nicht immer dasselbe Risikoprofil haben. Faktoren wie Marktbedingungen, Liquidität und die Nachfrage der Anleger können dabei eine wichtige Rolle spielen.
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