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Künstliche Intelligenz hat sich von einem sprechenden Assistenten zu einem eigenständigen Akteur entwickelt. Mit der neuen Wallet von MetaMask können KI-Agenten nun eigenständig in der Kryptowelt für dich handeln. Die Software verwaltet Transaktionen in DeFi, während du dich anderen Dingen widmen kannst.
Die sogenannte MetaMask Agent Wallet wurde am Montag angekündigt. Dabei handelt es sich um eine „Self-Custodial-Wallet“, was bedeutet, dass du selbst die Schlüssel zu deinen digitalen Coins in der Hand hältst und somit auch die volle Verantwortung trägst.
Die Wallet richtet sich an eine wachsende Gruppe von KI-Agenten, die eigenständig handeln und das Kapital ihrer Nutzer verwalten. MetaMask hebt die Sicherheit als entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz hervor.
Jede Transaktion eines Agenten durchläuft drei Filter: eine Vorab-Simulation, eine Bedrohungserkennung und einen Schutz gegen MEV. Letzteres ist ein Trick, bei dem andere auf deine Transaktion aufspringen, um selbst zu profitieren. Verdächtige Transaktionen müssen manuell über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bestätigt werden.
Transaktionen, die als sicher gelten, fallen unter das „Transaction Protection”-Programm, das Verluste bis zu 10.000 Dollar abdeckt.
Nutzer können zwischen zwei Modi wählen. Der Standardmodus „Guard Mode” setzt Ausgabelimits, eine Liste zulässiger Protokolle und feste Genehmigungen. Der optionale „Beast Mode” hingegen verlangt seltener nach Genehmigungen, greift aber weiterhin bei potenziell schädlichen Transaktionen ein.
Die Wallet ist mit bekannten KI-Frameworks wie OpenAI Codex, Claude Code, OpenClaw und Hermes kompatibel. Agenten dürfen nur innerhalb einer vorher festgelegten Liste von Protokollen handeln.
Unterstützt werden Token-Swaps, Perpetual Futures, Prognosemärkte und das Bereitstellen von Liquidität. Dies ist auf Ethereum-kompatiblen Netzwerken und Hyperliquid möglich. Vorerst ist das Produkt nur über ein Early-Access-Programm nutzbar, ab Sommer steht es dann einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung.
MetaMask ist nicht allein auf diesem Gebiet aktiv. Coinbase brachte bereits im Februar Agentic Wallets auf den Markt, und Fireblocks führte im Mai eine eigene Zahlungssuite für Agenten ein.
Das Interesse wächst rasant. Ein Bericht von Chainalysis zählte mehr als 100 Millionen Transaktionen über das x402-Protokoll von Coinbase auf Base innerhalb von etwa neun Monaten. Dieses Protokoll wurde speziell entwickelt, um KI-Agenten eigenständig Transaktionen durchführen zu lassen, und Base ist Coinbases eigenes Blockchain-Netzwerk.
Consensys-Chef und Ethereum-Mitbegründer Joe Lubin hat große Zukunftsvisionen. „Die nächste große Expansion der On-Chain-Ökonomie wird nicht nur von Menschen angetrieben“, sagte er.
„Agenten werden wirklich Kapital verwalten und echte finanzielle Entscheidungen treffen, und die darunterliegende Infrastruktur muss dem gerecht werden.“
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