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In rasantem Tempo hat KI unsere Telefone, Suchmaschinen und E-Mail-Postfächer erobert, jetzt nimmt sie Kurs auf die Chefetage. Mark Zuckerberg lässt derzeit einen KI-Agenten entwickeln, der ihm bei der Leitung von Meta, dem Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, helfen soll.
Die Nachricht wurde am Sonntag vom Wall Street Journal enthüllt. Der KI-Agent befindet sich noch in Entwicklung, wird aber bereits aktiv eingesetzt. Anstatt Antworten über Meetings und E-Mail-Ketten zu erhalten, fragt Zuckerberg seine digitale rechte Hand.
Das Projekt ist Teil eines umfassenden KI-Umbruchs bei Meta. In einer Investorenpräsentation im Januar sagte Zuckerberg: „Wir investieren in KI-native Tools, damit Einzelpersonen bei Meta mehr erreichen können. Wir heben individuelle Beiträge hervor und machen Teams schlanker.“
Der KI-Einsatz fließt mittlerweile in die Leistungsbeurteilungen ein. Auf dem internen Schwarzen Brett teilen Mitarbeiter massenhaft neue KI-Anwendungen. Werkzeuge wie My Claw bieten Mitarbeitern einen persönlichen Agenten, der in ihrem Namen mit Kollegen oder deren Agenten kommunizieren kann. Es gibt sogar eine Gruppe, in der KI-Agenten untereinander sprechen.
Nicht alle sind begeistert. Die schnelle Einführung schürt die Angst vor Entlassungen. Laut Nachrichtenagentur Reuters bereitet Meta weitere Entlassungen vor, die bis zu 20 Prozent der Belegschaft betreffen könnten, auch wenn Meta dies als „spekulativ“ bezeichnet. Das Unternehmen hat 2022 und 2023 bereits über 21.000 Stellen abgebaut, jedoch ohne Bezug zur aufkommenden Technologie.
Obwohl KI unser Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert, befürchten immer mehr Menschen, dass die Technologie letztlich auch ihren Arbeitsplatz übernehmen könnte. Das Forschungsinstitut Citrini Research warnte letzten Monat vor einer ‚Spukwirtschaft‘, in der KI-Agenten so produktiv werden, dass menschliche Arbeit überflüssig wird.
Unternehmen senken die Kosten und steigern die Gewinne, aber die Arbeitnehmer verlieren ihre Arbeitsplätze und konsumieren weniger. Dies könnte zu einem Rückgang des Konsums und letztlich zu einer Rezession führen.
Jack Dorsey hat letzten Monat bereits fast die Hälfte seines Personals ersetzt, da KI sie überflüssig machen würde. „Innerhalb eines Jahres werden die meisten Unternehmen zu demselben Schluss kommen,“ schrieb Dorsey an die Aktionäre.
Unterdessen glaubt der CEO des Chipherstellers Nvidia, dass KI zahlreiche neue technische Arbeitsplätze schaffen wird. Datenzentren und andere KI-Anlagen benötigen unter anderem Elektriker, Klempner, Stahlarbeiter, Netzwerktechniker und Betreiber.
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