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Die Polizei im malaysischen Teluk Intan hat eine illegale Bitcoin-Mining-Anlage ausgehoben. Bei einem gemeinsamen Einsatz mit dem Energieversorger Tenaga Nasional Berhad (TNB) wurden 75 Mining-Geräte und zwölf Netzwerkgeräte beschlagnahmt. Nach Angaben der Behörden liefen die Geräte mit illegal abgezweigtem Strom. Die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen dauern an.
Der Einsatz erfolgte, nachdem TNB den Verdacht auf Stromdiebstahl gemeldet hatte. Bei einer ersten Kontrolle fand der Energieversorger nach eigenen Angaben klare Hinweise darauf, dass der Standort Strom am Zähler vorbei bezog.
Der Polizeichef des Bezirks, ACP Chua Kok Lian, bestätigte, dass die Ermittlungen noch laufen.
„Die Ermittlungen laufen, um die Beteiligten zu identifizieren. Bei einer ersten Kontrolle stellte TNB Hinweise auf Stromdiebstahl an den überprüften Standorten fest.“
Den Verdächtigen droht eine Strafverfolgung nach dem malaysischen Strafgesetzbuch und dem Elektrizitätsgesetz von 1990.
Bitcoin-Mining verbraucht große Mengen Strom. Die Energiekosten zählen deshalb zu den größten Ausgaben der Miner. Um diese Kosten zu umgehen, greifen Kriminelle mitunter zu illegalem Stromabgriff.
Nach Angaben der malaysischen Polizei entsteht dadurch nicht nur ein finanzieller Schaden für den Energieversorger. Illegale Eingriffe in Stromanschlüsse können auch zu einer Überlastung des Netzes, Kurzschlüssen und sogar Bränden führen. Damit geraten auch Anwohner in Gefahr.
Malaysia kontrolliert deshalb seit Jahren regelmäßig mutmaßliche Mining-Standorte. Auch bei früheren Razzien wurden große Mengen an Mining-Geräten beschlagnahmt.
Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, keinen Strom illegal abzuzweigen und keine Immobilien für illegale Aktivitäten bereitzustellen. Vermieter sollten zudem genauer prüfen, wer ihre Objekte mietet und wofür sie genutzt werden.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bernama bleibt das Vorgehen gegen illegale Bitcoin-Mining-Anlagen ein Schwerpunkt der malaysischen Behörden. Die Ermittlungen gegen die beteiligten Personen laufen weiter.
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