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LG, die Marke, von der Sie wahrscheinlich einen Fernseher im Wohnzimmer haben, wagt den Sprung in die Welt der Kryptowährungen. Der südkoreanische Technologieriese hat gemeinsam mit Arbitrum eine Werbeplattform entwickelt, die auf einem eigenen Blockchain-Netzwerk basiert. Damit will LG die teuren Vermittler im Werbemarkt ausschalten.
LG hat zusammen mit Arbitrum ein eigenes Skalierungsnetzwerk auf Ethereum (ETH) entwickelt, wie Fortune berichtet. Ein solches Netzwerk, auch Layer-2-Lösung genannt, ist eine zusätzliche Ebene auf einer bestehenden Blockchain und macht Transaktionen schneller und günstiger.
Arbitrum ist selbst eine der bekanntesten Layer-2-Lösungen auf Ethereum. LG nutzte diese Technik, um eine eigene Variante speziell für Werbung zu entwickeln.
Auf diesem Netzwerk können Werbetreibende und Herausgeber Werbeflächen platzieren, kaufen, verkaufen und verwalten. Die Zwischenhändler, die normalerweise einen erheblichen Teil der Einnahmen beanspruchen, fallen weg.
LG hat die Plattform bereits mit einer japanischen Werbeagentur getestet und prüft nun, ob sie noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht wird.
„Es ist keine manuelle Intervention erforderlich“, sagt Arbitrum-Mitbegründer Steven Goldfeder. Seiner Einschätzung nach läuft der Markt somit vollständig automatisiert über Software.
Samuel Byungsun Park, Leiter des Blockchain-Forschungslabors von LG, bleibt vorsichtig. „Wir prüfen, ob dieser Ansatz Werbetreibenden, Herausgebern und dem Publikum einen echten Mehrwert bieten kann“, so Park.
Die Ankündigung war ein sofortiger Erfolg für Arbitrum. Der ARB-Token legte nach der Nachricht um mehr als 5 Prozent zu.
Der Wert, um den es hier geht, ist gewaltig. Weltweit wurden 2025 rund 679 Milliarden Dollar in digitale Werbung investiert, was laut dem Dateninstitut Dentsu 68 Prozent aller Werbeausgaben ausmacht.
LG hat zudem ein starkes Ass im Ärmel. Über LG Ad Solutions erreicht das Unternehmen weltweit 216 Millionen Smart-TVs, davon 49 Millionen in den USA.
LG ist kein Neuling in der Kryptowelt. Der Technologieriese beschäftigt sich bereits seit fast zehn Jahren damit. 2018 führte die Tochtergesellschaft LG CNS die Unternehmens-Blockchain Monachain ein, die für Zahlungen und das Supply-Chain-Management gedacht ist.
Doch nicht jedes Abenteuer war von Erfolg gekrönt. Während des NFT-Hypes im Jahr 2022 entwickelte LG die Kryptowallet Wallypto und die NFT-Plattform Art Lab, auf der sich digitale Kunst auf dem Fernseher anzeigen ließ. Als der Hype abebbte, schloss Art Lab im Juni 2025 seine Pforten und im September stellte LG auch Wallypto ein.
LG befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch Samsung, JPMorgan, Mastercard und Walmart nutzen mittlerweile die Blockchain-Technologie für ihre Geschäftsprozesse. Walmart nutzt die Technik beispielsweise, um binnen Sekunden nachzuverfolgen, woher ein Produkt stammt.
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