Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Vermögensverwalter Franklin Templeton sieht in KI-Agenten jene Anwendung, auf die die Blockchain-Branche seit Jahren wartet. Autonome KI werde künftig selbst Zahlungen auslösen – und das ist nach Einschätzung des US-Konzerns nur über Krypto-Infrastrukturen effizient möglich.

Mit dieser Einschätzung steht Franklin Templeton nicht allein: In der vergangenen Woche unterstützten auch Visa und Mastercard einen Krypto-Zahlungsstandard für KI-Agenten. Die bisherigen Zahlen zeichnen allerdings noch ein anderes Bild.

Warum KI-Agenten auf Krypto angewiesen sind

Agentische KI gilt als nächste Entwicklungsstufe nach Chatbots wie ChatGPT: Systeme, die Aufgaben eigenständig planen und ausführen, ohne dass ein Mensch jeden Schritt begleitet.

Solche KI-Agenten werden nach Einschätzung von Franklin Templeton immer mehr Transaktionen übernehmen – vom Einkauf bis zu Zahlungen zwischen Softwaresystemen.

Diese Maschinenzahlungen haben häufig nur den Wert von Bruchteilen eines Cents, etwa für eine Sekunde Rechenleistung oder eine Datenabfrage. Für Kartennetzwerke ist das kaum wirtschaftlich: Eine Transaktion kostet schnell 2 bis 3 Prozent plus rund 30 US-Cent Fixgebühr.

Blockchains können solche Kleinstzahlungen in weniger als einer Sekunde abwickeln – für weniger als ein Zehntelcent.

Hinzu kommt: Agenten zahlen jede Transaktion mit dem nativen Coin des jeweiligen Netzwerks. Je mehr KI-Agenten etwa über Solana (SOL) abrechnen, das für schnelle und sehr günstige Transaktionen bekannt ist, desto stärker steigt die Nachfrage nach diesem Coin. Davon profitieren Halter unmittelbar.

Sandy Kaul, Leiterin für digitale Vermögenswerte und Innovation bei Franklin Templeton, erwartet daher, dass „das Wachstum agentischer KI zur entscheidenden Anwendung werden dürfte, die der Blockchain-Adoption neuen Schub gibt“.

Was bereits angestoßen wurde

Im vergangenen Jahr entstanden zahlreiche Zahlungsprotokolle für KI-Agenten. Die wichtigsten Schritte im Überblick:

  • x402 (Coinbase): Protokoll, mit dem Agenten selbstständig in Stablecoins bezahlen. In der vergangenen Woche wurde es an die gemeinnützige Linux Foundation übertragen; Visa, Mastercard, Stripe, Google und Amazon Web Services traten als neue Mitglieder bei. Im vergangenen Monat wurden rund 75 Millionen Transaktionen im Gesamtwert von 24 Millionen Dollar abgewickelt, im Schnitt also 32 US-Cent je Zahlung.
  • Tempo (Stripe und Paradigm): eigene Blockchain samt Zahlungsstandard für Maschinenzahlungen, seit März live.
  • Agent Pay for Machines (Mastercard): seit Juni aktiv, wickelt Mikrozahlungen ebenfalls in Stablecoins ab. Mehr als 30 Partner sind beteiligt, darunter Coinbase und die Solana Foundation.
  • Zahlungsprotokoll von Google: im vergangenen Jahr gemeinsam mit mehr als 60 Partnern vorgestellt.
  • Agenten-Marktplatz von Circle: Seit Mai können Agenten dort gegenseitig Dienstleistungen beauftragen, mit Zahlungen bis zu einem Millionstel Dollar.
  • Virtuals Protocol: Agenten-Plattform mit nach eigenen Angaben mehr als 18.000 handelnden KI-Agenten.
  • Kite: eine speziell für Agenten-Zahlungen entwickelte Blockchain, finanziert unter anderem von PayPal und Coinbase.
  • ERC-8004: neuer Ethereum-Standard, der in diesem Jahr bereits rund 24.000 Agenten eine eigene digitale Identität verschafft hat.

Die Bausteine sind damit vorhanden. Die durchschnittliche Zahlung von 32 US-Cent zeigt zugleich, worum es geht: Kleinstbeträge, für die klassische Banken kein Geschäftsmodell haben.

Die Revolution steht noch am Anfang

Trotzdem fallen all diese Initiativen bislang kaum ins Gewicht. Alle Zahlungen durch KI-Agenten kommen weltweit auf rund 50 Millionen Dollar, berechnete das Branchenportal MENA Fintech. Zum Vergleich: Über Stablecoins wurden im vergangenen Jahr laut der Datenplattform Artemis rund 33 Billionen Dollar abgewickelt.

Die Token von KI-Agenten-Projekten erreichten Anfang 2025 zusammen eine Marktkapitalisierung von rund 15 Milliarden Dollar. Nach Daten von CoinGecko sind davon noch etwa 2,9 Milliarden Dollar übrig – ein Verlust von mehr als 80 Prozent.

Das Forschungsunternehmen Gartner geht zudem davon aus, dass mehr als 40 Prozent der Projekte rund um agentische KI bis Ende 2027 eingestellt werden. Das Versprechen ist groß, die Zahlungsströme sind es bislang nicht.

Die Unternehmensberatung Bain & Company rechnet allerdings damit, dass KI-Agenten im Jahr 2030 rund 15 bis 25 Prozent des US-E-Commerce abwickeln. Läuft auch nur ein Teil davon über Krypto-Infrastrukturen, könnte sich die Prognose von Franklin Templeton doch noch bewahrheiten.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

Kühe in einem Stall

Vom Stall auf die Blockchain: Brasilien nutzt Kühe als digitale Sicherheit

Kühe in einem Stall
Durov
Amerika, Wall Street
Mehr Blockchain news

Meist gelesen

XRP, Ripple
XRP, Ripple
Brad Garlinghouse