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Nach dem Crash der letzten Woche startet der Kryptomarkt nervös in die neue Woche. Obwohl sich die Kurse leicht erholen, deuten Stimmungsindikatoren auf anhaltende Angst unter den Händlern hin. Was sagt das über den Markt aus?
Die Stimmung unter Krypto-Anlegern ist äußerst negativ. Der beliebte Crypto Fear & Greed Index steht aktuell bei einem Wert von 14, was bedeutet, dass sich der Markt in einem Zustand „extremer Angst“ befindet.

Vor zwei Tagen erreichte der Index sogar ein Tief von 6, gefolgt von einem Wert von 7 am Sonntag. Erst bei einem Wert über 25 verlässt der Markt die Zone der extremen Angst.
Der Crypto Fear & Greed Index misst, wie ängstlich oder gierig Anleger sind. Ein niedriger Wert (nahe 0) weist auf Panik hin, ein hoher Wert (nahe 100) auf Gier.
Der Index setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, darunter das Kursmomentum großer Coins wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), das Verhältnis von Stablecoins zu anderen Krypto-Assets sowie Daten aus sozialen Medien über Engagement und Trends.
Die derzeitige Angst ist eine Folge der starken Rückgänge am Markt. So fiel Bitcoin am 6. Februar erstmals seit Oktober 2024 unter 60.000 Dollar. Inzwischen hat sich der Kurs wieder auf etwa 69.300 Dollar erholt. Ethereum fiel zuvor auf fast 1.700 Dollar, handelt aber inzwischen bei rund 2.040 Dollar.
Selten sinkt der Fear & Greed Index auf einstellige Werte. Vergleichbare Momente gab es während des Bärenmarkts 2022, als die Kryptobörse FTX zusammenbrach.
Dieses Ereignis erwies sich als einer der größten Betrugsfälle in der Kryptobranche, bei dem Milliarden an Krypto von Nutzern gestohlen wurden. Kein Wunder, dass das Vertrauen schwand und Anleger massenhaft verkauften.

Ein weiteres Tiefpunkt des Sentiments war während der Corona-Krise. Als klar wurde, dass es sich um eine weltweite Pandemie handelt und Länder in den Lockdown gingen, zogen sich Anleger in Scharen aus riskanten Anlagen wie Krypto zurück.
Während der Corona-Krise fiel Bitcoin auf ein Tief von etwa 5.000 Dollar. Ein Jahr später erreichte er ein Rekordhoch von 69.000 Dollar. Während des FTX-Crashs sank Bitcoin erneut drastisch und fiel sogar unter 16.000 Dollar.
Der niedrige Wert des Fear & Greed Index spiegelt die weitverbreitete Unsicherheit unter Anlegern wider. Viele Händler verkaufen in Panik aus Angst vor weiteren Rückgängen. Überraschenderweise können gerade solche Situationen Kaufgelegenheiten bieten.
Auf X weist der bekannte niederländische Analyst Michaël van de Poppe darauf hin, dass der Crypto Fear & Greed Index ein historisches Tief erreicht hat. Auch der RSI, ein Momentum-Indikator, ist auf 15 gesunken.
Nach Ansicht des Analysten handelt es sich um Niveaus, die zuvor nur während des Crashs 2018 und der Corona-Krise auftraten. In der Vergangenheit erwiesen sich diese Indikatoren laut ihm als zuverlässige Kaufsignale.
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