Der Bitcoin-Kurs steckt weiterhin in einer schwierigen Phase fest. Das dürfte mit dem Ende des Vierjahreszyklus zusammenhängen. Viele Anleger glauben nach wie vor, dass Bitcoin in einem vierjährigen Zyklus rund um das Halving der Blockbelohnung für Miner läuft. Das würde bedeuten, dass Bitcoin seinen Höhepunkt in diesem Zyklus bereits erreicht hat – und aus Vorsicht verkaufen viele daher.
Auffällige Schwäche bei Bitcoin
Die schwache Kursentwicklung von Bitcoin fällt auf, weil die Aktienmärkte gerade stark laufen. Der niederländische AEX markierte jüngst ein Allzeithoch, Gleiches gilt für die US-Börsenindizes.
Von einem schwachen Risikoumfeld kann also keine Rede sein. Anleger gehen weiterhin Risiken ein – derzeit aber lieber bei Aktien als bei Bitcoin.
In gewisser Weise ist das bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie viel Donald Trump und seine Regierung für Bitcoin und die Branche getan haben. Allein deshalb könnte man meinen, der Kurs müsste höher stehen.
Die Realität ist jedoch, dass Bitcoin im Vergleich zum Vorjahr kaum gestiegen ist. Kurz nach dem Wahlsieg von Donald Trump sprang Bitcoin schließlich erstmals über die Marke von 100.000 Dollar.
Nun ruht die Hoffnung vor allem darauf, dass der Bitcoin-Kurs wieder anziehen kann, sobald viele alteingesessene Marktteilnehmer, die an den Vierjahreszyklus glauben, aufhören, die Kryptowährung zu verkaufen.
Dennoch bleibt das Fundament für Bitcoin positiv
Trotz allem bleibt das makroökonomische Fundament für Bitcoin positiv. Wir sehen eine US-Regierung, die die Wirtschaft stützt, und eine Zentralbank, die Zinssenkungen vornimmt.
Zugleich liegt das Wirtschaftswachstum über 3 Prozent, und die Inflation ist relativ hoch. Das sind allesamt fundamentale Rahmenbedingungen, die Bitcoin eigentlich stützen sollten.
Entsprechend ist es durchaus möglich, dass Bitcoin in diesem Bullenmarkt noch mindestens eine weitere Aufwärtsphase hinlegt. Die Schwäche dieser Woche hat natürlich auch mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank zu tun.
Dieser fiel deutlich restriktiver aus als erwartet und nährte Zweifel an einer möglichen Zinssenkung im Dezember. In der Folge schwächte sich Bitcoin ab, während der US-Dollar zulegte.
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