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Der Bitcoin-Kurs steckt ohne Zweifel in einer schwierigen Phase, doch die Bullen geben nicht auf. In den vergangenen 24 Stunden legte Bitcoin knapp 2 Prozent zu und notiert damit erneut um die 87.000 US-Dollar. So setzt sich der Bodenbildungsprozess fort und Bitcoin scheint ein solides Fundament auszubauen.
Die US-Notenbank hat in dieser Woche einen weiteren Grund erhalten, über zusätzliche Zinssenkungen nachzudenken. Die Arbeitslosenquote sprang gestern auf 4,6 Prozent und lag damit deutlich über den erwarteten 4,4 Prozent.
Kürzlich senkte die Notenbank präventiv die Zinsen, weil sie eine mögliche explosive Zunahme der Arbeitslosigkeit fürchtete. Diese Sorge scheint sich nun allmählich zu bewahrheiten. Mit der schwächeren Lage am Arbeitsmarkt sinkt zugleich die Wahrscheinlichkeit einer neuen Inflationswelle.

Theoretisch muss eine Abschwächung des Arbeitsmarktes in den Vereinigten Staaten nicht negativ sein. Dadurch steigen die Erwartungen an die Zahl der Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Die nachfolgende Grafik zeigt den erwarteten Endzins für 2026 (weiß) im Vergleich zum Bitcoin-Kurs (orange). Häufig reagiert Bitcoin mit einer leichten Verzögerung: Steigt der erwartete Endzins (weniger Zinssenkungen), folgt oft ein Kursrückgang, während ein fallender Endzins (mehr Zinssenkungen) in der Regel positiv für den Kurs ist.

Wichtig ist hier allerdings die Balance. Sollte die US-Wirtschaft tatsächlich in Richtung Rezession abgleiten, dürfte auch Bitcoin deutlich unter Druck geraten. Vorerst erinnert das Ganze jedoch eher an das Löschen kleiner Brände als an einen Flächenbrand, der das Wirtschaftswachstum in den USA insgesamt abwürgt.
Ein weiterer Grund für die Schwäche von Bitcoin ist die enorme Dominanz von Gold im vergangenen Jahr. Bitcoin gilt als eine Art digitales Pendant zu Gold, doch wenn die Kursentwicklung deutlich hinterherhinkt, ist das Gift für das Vertrauen.
Für die meisten Menschen muss sich Bitcoin erst noch etablieren und dafür braucht es längere Phasen relativer Stärke gegenüber dem Edelmetall. In diesem Jahr erlebten wir jedoch genau das Gegenteil.
Gold legte im Jahresverlauf um 63 Prozent zu und durchbrach im vierten Quartal erstmals die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze.
Die starke Performance von Gold ist unter anderem eine Folge der makroökonomischen Rahmenbedingungen. Immer mehr Menschen sorgen sich um künftige Geldentwertung, und auch die Zentralbanken kaufen derzeit in großem Stil Gold zu.

Für Bitcoin bleibt zu hoffen, dass Gold in eine schwächere Phase eintritt und anschließend selbst Rückenwind bekommt. Genau dann kommt es in der Regel zu neuer Bitcoin-Euphorie. Sollte das 2026 gelingen, könnte das auch das Narrativ des Vierjahreszyklus infrage stellen.
Bislang ist davon jedoch nichts zu sehen – Bitcoin stemmt sich gegen den möglichen Beginn eines neuen Bärenmarktes.
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