Der Bitcoin-Kurs notiert heute etwa 1 Prozent höher bei 75.000 Dollar. Bitcoin (BTC) hat damit erneut das positive Momentum erlangt. Mit diesem Anstieg folgt Bitcoin den Kursen an der Wall Street, die gestern auf neuen Rekordständen schlossen. Der Markt rechnet offenbar mit einem baldigen Ende des Iran-Kriegs.

Bitcoin erlebt Auftrieb zum richtigen Zeitpunkt
Während Bitcoin derzeit die finanzielle Anlage mit dem größten Momentum ist, erhält es auch fundamentalen Rückenwind. Wir befinden uns in einer Phase, in der Anleger wieder bereit sind, mehr Risiko einzugehen. Das zeigt sich unter anderem am S&P 500, der am Mittwoch auf einem Rekordniveau schloss.
Bitcoin profitiert derzeit von den sich rasant verbessernden finanziellen Rahmenbedingungen.
Während des Iran-Kriegs war noch von einer scharfen Verengung dieser Bedingungen die Rede, dargestellt durch die blaue Linie in der Grafik unten. Kurz gesagt bedeutet eine solche Verengung, dass Kredite weniger frei verfügbar und schwerer zugänglich sind.
Seit Anfang April sehen wir jedoch das Gegenteil. Die erwartete Volatilität sinkt sowohl am Anleihenmarkt (MOVE) als auch am Aktienmarkt (VIX), während sich auch die Kreditspreads verringern. Letzteres bedeutet, dass Unternehmen weniger zusätzliche Zinsen auf Kredite im Vergleich zur amerikanischen Staatsverschuldung zahlen müssen.

Das Finanzsystem scheint sich von dem geopolitischen Schock zunehmend zu erholen. Stabilität und Vertrauen kehren zurück, wodurch erneut Kapital in die Märkte fließt und Anleger mehr Risiko eingehen.
Damit entsteht für Bitcoin allmählich das Klima, das für eine neue Hausse notwendig ist, oder zumindest für das Ende der Baisse.
Besonders das Timing ist für Bitcoin gut
Noch besser ist, dass diese Dynamik einsetzt, während Bitcoin im Vergleich zu anderen Anlageklassen an Momentum gewinnt. Wie wir in den vergangenen Monaten gesehen haben, reicht die bloße Verbesserung der finanziellen Umstände nicht aus, um Bitcoin steigen zu lassen.
Von Dezember bis Anfang Februar verbesserten sich die finanziellen Bedingungen ebenfalls, aber wir sahen Bitcoin auf den vorläufigen Baisse-Tiefststand von 60.000 Dollar fallen. Obwohl verbesserte finanzielle Bedingungen nicht ausreichen, um einen steigenden Markt zu schaffen, spielten sie eine wichtige Rolle bei der Begrenzung der Kursverluste von Bitcoin.
Nach dem geopolitischen Schock, der insbesondere im März zu einer Verengung der finanziellen Bedingungen führte, beginnt sich das Bild nun zu wenden. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin an Fahrt gewinnt. Die Lockerung der finanziellen Bedingungen könnte theoretisch als zusätzlicher Rückenwind dienen, um Bitcoin wirklich in Schwung zu bringen.
Für endgültige Schlussfolgerungen ist es noch zu früh, insbesondere da der Iran-Krieg jederzeit eskalieren könnte, aber dies schafft vorsichtig ein günstiges Szenario für Bitcoin.
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