Der Bitcoin-Kurs startete vielversprechend ins Wochenende, doch die Situation im Nahen Osten sorgte erneut für Unsicherheiten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und Iran kehrte die Marktunsicherheit zurück, die Ölpreise stiegen deutlich an und der Spielraum für Bitcoin scheint begrenzt.

Verhandlungen zwischen USA und Iran gescheitert
Der Ölpreis schoss am Montagmorgen in die Höhe, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und Iran am Wochenende gescheitert waren. Brent kletterte bei der Eröffnung in Asien um 7 Prozent auf 102,16 Dollar pro Barrel, während WTI sogar um 8,5 Prozent auf 104,82 Dollar stieg.
Der unmittelbare Auslöser ist Donald Trumps Plan, die Straße von Hormus ab Montag durch eine Seeblockade unter Druck zu setzen.
Damit wächst die Angst vor einem längeren Konflikt und einer weiteren Verschlechterung der Lage auf dem Energiemarkt. Die Straße von Hormus ist schließlich einer der wichtigsten Engpässe für die globale Energieversorgung: Rund ein Fünftel des weltweiten Öls wird über diese Route transportiert.
Analysten warnen, dass eine Blockade nicht nur die Spannungen weiter verschärft, sondern auch die Knappheit bei Treibstoffen wie Diesel und Kerosin verschlimmern könnte.
Auffallend ist, dass der Markt am Freitag noch erleichtert auf die Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch reagierte. Brent schloss damals noch unter 96 Dollar pro Barrel, doch diese Ruhe scheint nun verflogen. Damit verschiebt sich das Sentiment erneut von Optimismus über einen Waffenstillstand hin zu Sorgen über eine langanhaltende Energiekrise, die möglicherweise auch breitere Auswirkungen auf Inflation, Treibstoffpreise und Finanzmärkte haben könnte.
Bitcoin zeigt sich bislang unbeeindruckt
Bisher reagiert der Bitcoin-Kurs gelassen auf die Entwicklungen. Am Sonntag schloss der Kurs über dem 200-Wochen-EMA. Dieses Durchschnittsniveau liegt bei 68.361 Dollar und markiert eine wichtige Grenze zwischen Bullen- und Bärenmärkten.

Dennoch hat die neue Welle der Unsicherheit die Vorhersehbarkeit erneut erschwert. Bitcoin schien sich zu erholen und möglicherweise das Ende seines Bärenmarktes einzuläuten.
Durch das Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und Iran ist jedoch das Risiko einer Rezession gestiegen. Dies könnte den Aufwärtstrend beeinträchtigen und letztlich zu einem tieferen Kursboden für Bitcoin führen.
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