Zwei Kryptoprojekte erlitten massive Rückschläge nach einer unerwarteten Maßnahme des Social-Media-Plattformbetreibers X. Das Unternehmen untersagte Apps, die Nutzer dafür belohnen, KI-generierte Reaktionen zu posten.
Für Projekte wie Kaito.ai und Cookie DAO, die dieses Modell nutzten, bedeutete dies das Ende ihres Hauptprodukts – und einen sofortigen Kursrückgang von über 20 Prozent. Was steckt hinter dieser Entwicklung?
X verbietet bestimmte Apps auf seiner Plattform
Nikita Bier, Head of Product des Social-Media-Unternehmens, teilte zuvor mit, dass man die Richtlinien für sogenannte API-Nutzung durch Entwickler angepasst habe.
Damit können Entwickler Daten von der Plattform extrahieren, um sie für ihre Apps zu nutzen. Eine spezielle Variante davon belohnte Nutzer beispielsweise dafür, Beiträge auf X zu posten. Laut Bier führte dies zu einem Übermaß an KI-generierten Reaktionen und Spam auf der Plattform.
Infolgedessen entschied sich das Unternehmen, diesen Apps den Zugang zu ihren APIs zu verwehren. Die Nutzererfahrung soll sich in Zukunft verbessern, wenn die erstellten Bots, die automatisch Reaktionen generieren und posten, keine Belohnungen mehr erhalten.
Kurz nach der Ankündigung reagierten die Kryptoprojekte Kaito.ai und Cookie DAO. Sie zahlten ihren Nutzern für das Verfassen von Reaktionen.
Kaito gab über seine Kommunikationskanäle bekannt, dass das “Yaps”-Produkt schrittweise eingestellt wird. Cookie DAO äußerte sich ähnlich und wird seine “Snaps” abbauen.
Große Auswirkungen auf Kryptoprojekte
Die Auswirkungen auf die beiden Projekte spiegelten sich deutlich in den Kursverläufen wider.
Auf X berichtete die Plattform CoinGecko am Donnerstagabend, dass KAITO um über 14 Prozent und COOKIE fast 17 Prozent gefallen sind. Die Grafiken in dem Beitrag zeigen den deutlichen Kursrückgang beider Projekte.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sind die Kurse sogar weiter gesunken. So steht Kaito.ai mittlerweile bei über 20 Prozent und Cookie DAO bei fast 18 Prozent.
Die plötzlichen Rückgänge könnten erhebliche Auswirkungen auf Token-Besitzer haben. Es kursieren jedoch Gerüchte, dass ein Teil der Nutzer möglicherweise bereits im Voraus über das Verbot informiert war.
Auf X schrieb Vasucrypto, dass am Freitag ganze 1,1 Millionen KAITO-Tokens entstaked werden. Bei diesem Kryptoprojekt dauert dieser Prozess sieben Tage, was darauf hindeutet, dass dies vor Bekanntwerden des Verbots initiiert wurde.
Die Menge an Tokens ist außergewöhnlich hoch im Vergleich zu anderen Tagen, an denen das Durchschnittsvolumen bei zehntausenden pro Tag liegt.
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