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Das zweite Quartal 2026 ist damit das bisher am häufigsten gehackte Quartal der Kryptobranche, gemessen an der Anzahl der Vorfälle. Hacker schlugen dabei 83 Mal zu und erbeuteten etwa 755 Millionen Dollar. Dennoch bleibt die Gesamtschadenssumme deutlich unter dem historischen Rekord aus dem Jahr 2020.
Laut einer Analyse von Unfolded, die auf Daten von DefiLlama basiert, gab es im zweiten Quartal bereits 83 einzelne Cyberangriffe auf die Kryptobranche. Damit wurde ein neuer Rekord für die Anzahl der Vorfälle innerhalb eines Quartals aufgestellt. Besonders dezentrale (DeFi)-Plattformen sind im Visier der Angreifer.
Die größten Angriffe richteten sich gegen KelpDAO und das Drift Protocol. Bei KelpDAO wurden etwa 293 Millionen Dollar gestohlen, beim Drift Protocol entstand ein Schaden von rund 280 Millionen Dollar.
Trotz der hohen Zahl an Hacks liegt der Gesamtverlust von 755 Millionen Dollar noch deutlich unter den 3,56 Milliarden Dollar, die im vierten Quartal 2020 gestohlen wurden. Damit hält das vierte Quartal 2020 weiterhin den Rekord für den größten Gesamtschaden durch Kryptohacks.
Sicherheitsexperten zufolge liegt dieser Unterschied unter anderem daran, dass derzeit weniger Geld in DeFi-Protokollen gebunden ist. Der Gesamtwert, der in diesen Protokollen festgesetzt ist, sank in der Zwischenzeit von etwa 164 Milliarden Dollar auf 73 Milliarden Dollar.
Auch mangelhaftes Risikomanagement spielt eine Rolle. Viele Protokolle werden schnell entwickelt, während die Sicherheit nicht immer im gleichen Tempo wächst. Dadurch können einfache betriebliche Fehler große Folgen haben.
Cross-Chain-Bridges waren in diesem Quartal das Hauptziel. Diese Systeme verbinden verschiedene Blockchains miteinander und verwalten oft große Mengen an Krypto. Allein durch Bridge-Angriffe wurden etwa 351 Millionen Dollar gestohlen.
Der Angriff auf die LayerZero OFT-Bridge, der mit dem KelpDAO-Hack in Zusammenhang stand, machte über 38 Prozent des gesamten gestohlenen Wertes aus. Auch gehackte Administratorkonten und Manipulationen von Tokenpreisen spielten eine große Rolle.

Weitere betroffene Projekte waren Taiko, Humanity Protocol, THORChain, Aztec Connect und Raydium. Die Schäden reichten von mehreren Millionen bis zu Dutzenden Millionen Dollar.
Gleichzeitig wächst die Besorgnis über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) durch Cyberkriminelle. Neue KI-Modelle erleichtern es den Tätern, Schwachstellen zu finden und Angriffe auszuführen.
Daten von PeckShield zeigen, dass der Angreifer mittlerweile 1,99 Millionen TAIKO-Token zur Kryptobörse MEXC transferiert hat.
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