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Drei Männer aus dem US-Bundesstaat Missouri sind wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem Komplott angeklagt worden, bei dem ein Bitcoin-Besitzer (BTC) entführt und seines Krypto-Vermögens beraubt werden sollte.

Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft wurde die Entführung über Monate vorbereitet, die Beschuldigten brachen die Aktion jedoch im letzten Moment ab. Der Fall verweist auf eine besorgniserregende Entwicklung: Kriminelle nehmen immer häufiger vermögende Kryptoanleger ins Visier, wobei physische Erpressung zunehmend an die Stelle digitaler Hacks tritt.

Bitcoin-Besitzer tagelang observiert

Nach Darstellung der Anklage wurden Sedric Louis, John Davis und Martel Williams angeheuert, um einen Bitcoin-Besitzer zu entführen. Das Opfer sollte unter Zwang dazu gebracht werden, seine Bitcoin auf Wallets zu übertragen, die von den Auftraggebern kontrolliert wurden.

Zur Vorbereitung der Entführung reisten die drei Männer von St. Louis nach Connecticut. Dort mieteten sie Autos, kauften Luftgewehre und observierten das anvisierte Opfer zwei Tage lang, um dessen Tagesablauf auszukundschaften.

Die Entführung kam letztlich nicht zustande. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vermuteten die Beschuldigten, von Sicherheitskameras erfasst worden zu sein, und brachen die Aktion daraufhin ab. Kurz danach soll eine weitere Gruppe aus Florida eingetroffen sein, um die Entführung doch noch auszuführen.

Die drei Männer müssen sich wegen Verschwörung zu einem Raub nach dem sogenannten Hobbs Act verantworten. Das US-Bundesgesetz stellt unter anderem bewaffnete Überfälle und Erpressung unter Strafe, sofern der zwischenstaatliche Handel betroffen ist. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Louis und Davis sitzen seit ihrer Festnahme am 25. Juni 2026 in Haft. Williams wurde gegen Kaution freigelassen und wartet auf seinen Prozess. Alle drei wiesen die Vorwürfe vor Gericht zurück.

Kryptoanleger geraten häufiger ins Visier physischer Angriffe

Der Fall ist kein Einzelfall. Kriminelle zielen immer öfter auf Besitzer von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, indem sie sie körperlich unter Druck setzen. Statt Wallets aus der Ferne zu hacken, versuchen sie, Opfer persönlich zur Übertragung ihrer digitalen Vermögenswerte zu zwingen.

Nach Angaben des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK waren Wohnungseinbrüche in der ersten Jahreshälfte 2026 die häufigste Form physischer Kriminalität gegen Kryptoanleger. Weltweit wurden 20 Wohnungseinbrüche registriert, bei denen digitale Vermögenswerte das Ziel waren. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war es lediglich ein Vorfall.

Die Entwicklung zeigt, dass sich die Bedrohungslage im Kryptosektor verschiebt. Während Anleger über Jahre vor allem Online-Hacks und Phishing im Blick hatten, verlagert sich das Risiko zunehmend in die physische Welt. Für Besitzer großer Kryptobestände gewinnt damit nicht nur die Absicherung ihrer Wallets an Bedeutung, sondern auch die eigene Sicherheit und Privatsphäre.

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