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Hackern ist im Juli Krypto im Wert von Hunderten Millionen Dollar entwendet worden. Damit war es der zweitschwerste Monat des Jahres 2026 für Krypto-Diebstähle. Besonders ein großer Sicherheitsvorfall sticht heraus: Dabei waren Tausende Bitcoin-Wallets betroffen.
Aus Daten von DeFiLlama geht hervor, dass Hacker im Juli Krypto im Wert von rund 247,4 Millionen Dollar gestohlen haben. Nur im April fiel der Schaden in diesem Jahr höher aus. Damals beliefen sich die Verluste auf etwa 644 Millionen Dollar.
Der Coldcard-Exploit war nach Angaben von Galaxy Digital der größte Sicherheitsvorfall im Juli. Bei dem Angriff wurden mindestens 100 Millionen Dollar in Bitcoin (BTC) aus rund 7.300 Wallets gestohlen.
Eine Wallet ist eine digitale Geldbörse, über die Nutzer Zugriff auf ihre Coins erhalten. Cold Wallets speichern wichtige Daten offline und gelten deshalb normalerweise als schwerer über das Internet angreifbar.
Dennoch kam es bei diesem Angriff in großem Umfang zu Verlusten. Laut Galaxy Digital ereignete sich der Bitcoin-Diebstahl in drei bestätigten Angriffswellen. Zudem fand das Unternehmen Hinweise auf eine mögliche vierte Welle.
Sollte auch diese vierte Welle Teil desselben Exploits gewesen sein, könnte sich der Gesamtschaden auf rund 130 Millionen Dollar erhöhen.
DeFiLlama kommt vorerst zu einer anderen Schätzung. Der Hacktracker der Plattform geht von Verlusten durch den Coldcard-Exploit in Höhe von etwa 115 Millionen Dollar aus.
Der Vorfall zeigt, dass auch Lösungen zur Offline-Verwahrung von Bitcoin technische Risiken bergen. Die Analyseplattform CryptoRank wies darauf hin, dass eine Schwachstelle Tausende Wallets nahezu gleichzeitig gefährden kann.
Coldcard war nicht das einzige Ziel. Im Juli wurden auch Handelsplattformen, Wallets und Dienste für dezentrale Finanzanwendungen angegriffen.
Bei Bonzo Lend wurden rund 9 Millionen Dollar gestohlen. Die Plattform ist im Bereich DeFi aktiv, einem Sammelbegriff für Finanzdienste, die über Blockchain-Technologie ohne klassische Finanzintermediäre funktionieren.
Auch SecondFi war betroffen. Aus dieser auf Cardano basierenden Wallet erbeuteten Angreifer rund 2,6 Millionen Dollar.
Bei AFX fiel der Schaden deutlich höher aus. Aus der Handelsplattform im Arbitrum-Netzwerk wurden etwa 24 Millionen Dollar entwendet.
Zudem gingen bei einem Angriff auf die Verus Ethereum Bridge rund 7,5 Millionen Dollar verloren. Eine Blockchain-Bridge ermöglicht es, digitale Vermögenswerte zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken zu übertragen.
Der Gesamtschaden stieg im Juli gegenüber den Vormonaten deutlich an. Im Juni wurden Krypto-Assets im Wert von rund 75 Millionen Dollar gestohlen. Im Mai waren es etwa 60 Millionen Dollar.
Mit Verlusten von 247,4 Millionen Dollar war der Schaden im Juli damit mehr als dreimal so hoch wie einen Monat zuvor.
Die Angriffe zeigen zudem, dass Hacker nicht nur große Kryptobörsen ins Visier nehmen. Auch Wallets, DeFi-Protokolle und Blockchain-Bridges bleiben Ziele. Der Coldcard-Exploit fällt dabei vor allem durch das Ausmaß des Vorfalls auf. Nach Angaben der Forscher wurden Tausende Bitcoin-Wallets von demselben Angriff getroffen.
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