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Der Bitcoin-Kurs legte in den vergangenen 24 Stunden um gut 3 Prozent zu. Auslöser waren die gestern veröffentlichten Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) in den USA, die deutlich niedriger ausfielen als erwartet. Dadurch sorgt sich der Markt plötzlich weniger vor einer restriktiven US-Notenbank. Fraglich ist jedoch, ob diese Einschätzung trägt, da der Ölpreis wegen des Iran-Kriegs wieder deutlich anzieht.

Auch wenn die Inflationsdaten Bitcoin (BTC) in die Karten spielten, bleibt offen, wie belastbar dieser Impuls ist. Gleichzeitig ist der Brent-Ölpreis infolge der erneuten Kriegshandlungen im Iran auf fast 85 Dollar gestiegen.
Der Goldpreis reagiert beispielsweise nicht in derselben Weise wie Bitcoin. Er zog nach den Inflationsdaten kurz an, gab den Gewinn aber rasch wieder ab. Bitcoin konnte den Kursanstieg dagegen behaupten.

Gerade diese relative Stärke ist ein positives Signal für Bitcoin. Die Aufwärtsbewegung erfolgt in einer Phase, in der etwa auch Strategy unter Druck steht. Zugleich waren die Abflüsse aus den Bitcoin-ETFs zuletzt hoch.
Trotz dieser Belastungsfaktoren legt der Kurs weiter zu. Solche Entwicklungen deuten vorsichtig auf eine Bodenbildung bei Bitcoin hin. Möglicherweise zeichnet sich bereits die Wende ab.
Der steigende Ölpreis ist jedoch ein zentrales Risiko für dieses positive Szenario. Nach einer neuen Serie amerikanischer Angriffe auf iranische Ziele stieg Brent-Öl am Mittwoch auf fast 86 Dollar je Barrel. Zudem nahmen die USA die Blockade von Schiffen wieder auf, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Bei den Angriffen wurden unter anderem Raketenstellungen, Drohnenanlagen, Marineschiffe und Verteidigungssysteme entlang der iranischen Küste getroffen. Damit dürfte eine schnelle Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus wieder unwahrscheinlicher geworden sein. Über diese Route läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels.
Bleibt der Ölpreis länger auf diesem Niveau oder steigt weiter, könnte das die Inflation in den USA erneut befeuern. Höhere Kraftstoff- und Transportkosten schlagen am Ende auf die Verbraucherpreise durch. Die US-Notenbank könnte daher trotz der erfreulichen Inflationsdaten von gestern bei Zinssenkungen vorsichtig bleiben.
Für Bitcoin entsteht damit ein interessanter Belastungstest. Der Kurs profitierte klar von den niedrigeren Inflationsdaten, muss diesen Kursanstieg nun aber behaupten, während Ölpreis und geopolitische Risiken zunehmen. Gelingt das, würde dies das Bild stützen, dass der Verkaufsdruck nachlässt und Bitcoin tatsächlich an einer Bodenbildung arbeitet.
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