Der Zufluss von Unternehmen, die Krypto halten, ist im November nach Monaten nahezu ununterbrochenen Wachstums deutlich zurückgegangen. Während Firmen zuvor in großem Stil Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen in ihre Bilanzen aufnahmen, scheint das Tempo in diesem Jahr erstmals spürbar nachzulassen – ein Hinweis auf ein vorsichtigeres Marktumfeld.

Zufluss in DATs fällt auf den tiefsten Stand des Jahres 2025

Laut Daten von DefiLlama flossen im November 1,32 Milliarden US‑Dollar in die sogenannten Digital Asset Treasuries (DATs), also Unternehmen mit Krypto in der Bilanz. Das ist der niedrigste Zufluss des Jahres 2025. Im Oktober waren es noch 1,99 Milliarden US‑Dollar, im September sogar 11,55 Milliarden US‑Dollar.

Bitcoin blieb im November dennoch die bevorzugte Wahl. Unternehmen erhöhten ihre Bitcoin-Bestände zusammen um 1,06 Milliarden US‑Dollar. Ein Großteil entfiel auf zwei große Zukäufe: Strategy kaufte am 17. November für 835 Millionen US‑Dollar nach, Metaplanet legte am 25. November weitere 130 Millionen US‑Dollar in Bitcoin an. Auch XRP verzeichnete neue Zuflüsse in Höhe von 214 Millionen US‑Dollar.

Ethereum (ETH) dagegen geriet unter Druck. Nachdem die Kryptowährung in den drei Monaten zuvor noch an der Spitze gelegen hatte, kam es im November zu Abflüssen von rund 37 Millionen US‑Dollar. Auffällig ist, dass BitMine Immersion Technologies, das größte Unternehmen mit Ether-Beständen, dennoch weiter zugekauft hat.

Krypto-Aktien im November deutlich unter Druck

Auch an der Börse mussten Unternehmen mit Krypto in der Bilanz im selben Monat kräftige Verluste hinnehmen. Die Strategy-Aktie brach im November um mehr als 35 Prozent ein – von 264,67 US‑Dollar zu Monatsbeginn auf derzeit 171,42 US‑Dollar. Firmenchef Michael Saylor betonte auf Social Media dennoch, er halte in seiner Bitcoin-Strategie „stur Kurs“.

Metaplanet verlor im gleichen Zeitraum fast 21 Prozent. Unternehmen mit Ether in der Bilanz hatten ebenfalls stark zu kämpfen: BitMine büßte 32 Prozent ein, Sharplink Gaming 26 Prozent.

Am härtesten traf es Forward Industries, das Solana (SOL) hält. Der Kurs sackte binnen 30 Tagen um 43 Prozent ab, und laut Daten von CoinGecko sitzt das Unternehmen inzwischen auf nicht realisierten Verlusten von mehr als 712,52 Millionen US‑Dollar auf seine Solana-Position.

Trotz des breiten Rückgangs muss dies nach Ansicht von Matt Hougan von Bitwise nicht zum neuen Normalzustand werden. Seiner Einschätzung nach sind Unternehmen in den vergangenen Monaten vor allem mit dem Gesamtmarkt mitgeschwommen, doch diese Phase sei nun vorbei. Hougan rechnet damit, dass der Markt von hier an genauer differenziert und nur noch jene Unternehmen belohnt, die eine klare Strategie verfolgen und zeigen, dass sie diese auch umsetzen können.

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