Kraken hat neue Investoren gewonnen und setzt auf weiteres Wachstum in mehreren Regionen. Die Kryptobörse verweist auf ein immer größeres internationales Netzwerk und will ihre Infrastruktur ausbauen. Mit der Kapitalspritze erwartet das Unternehmen, schneller voranzukommen.
Kraken sammelt 800 Millionen US-Dollar ein
Kraken gab bekannt, insgesamt 800 Millionen US-Dollar in zwei Finanzierungsrunden eingesammelt zu haben. Die Bewertung liegt damit bei 20 Milliarden US-Dollar. Laut dem Unternehmen fließt das Geld in die Verbesserung der Dienstleistungen, den Eintritt in neue Märkte und gezielte Übernahmen.
In der zweiten Phase der Kapitalrunde kam über Citadel Securities eine strategische Investition von 200 Millionen US-Dollar hinzu. Das US-amerikanische Trading-Unternehmen war in diesem Monat ebenfalls an einer Kapitalrunde von Ripple beteiligt. Kraken spricht von einer strategischen Partnerschaft, bei der Citadel Expertise in den Bereichen Liquidität, Risikoanalyse und Marktstruktur einbringt.
Die erste Phase wurde unter anderem von Jane Street, DRW Venture Capital, HSG und Tribe Capital unterstützt. Zudem gab es laut Kraken einen „signifikanten Beitrag“ vom Vermögensverwaltungsunternehmen des Co-CEO Arjun Sethi.
Mit den neuen Mitteln will Kraken seine Präsenz in Lateinamerika, Asien sowie in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika ausbauen. Das Unternehmen ist bereits in mehreren Ländern aktiv, will seine Infrastruktur und sein Produktangebot jedoch weiter professionalisieren.
Kraken hat es mit dem IPO nicht eilig
Das Thema Börsengang schwingt derweil seit Längerem im Hintergrund mit. 2021 sagte Mitgründer Jesse Powell, Kraken peile eine Notierung im Jahr 2022 an. Dazu kam es nicht. Konkurrent Coinbase ging im selben Jahr an die Börse, doch Kraken hat seither keinen konkreten Schritt unternommen.
Co-CEO Arjun Sethi sagte am Freitag gegenüber Yahoo Finance, das Unternehmen sei „finanziell gesund“ und habe es mit einem IPO nicht eilig. Er verwies darauf, dass sich das regulatorische Umfeld in den Vereinigten Staaten derzeit verbessere, Kraken dank privater Investitionen jedoch genügend Spielraum habe, weiter zu wachsen.
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