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Nike steht massiv unter Druck. Die Aktie schloss am Montag bei 39,09 Dollar – dem niedrigsten Schlusskurs seit September 2014. Damit notiert Nike inzwischen rund 78 Prozent unter dem Rekordhoch vom November 2021.

Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil Nike Teil des Dow Jones Industrial Average ist. Viele Anleger betrachten solche Werte eigentlich als vergleichsweise sicher.

Doch der Chart spricht eine andere Sprache. Bitcoin liegt derzeit rund 50 Prozent unter seinem Rekordhoch. Nike hat damit deutlich stärker verloren als die größte Kryptowährung, obwohl Bitcoin meist als spekulativ gilt und Nike als Qualitätsunternehmen wahrgenommen wird.

Nike-Aktie auf tiefstem Stand seit zwölf Jahren.
Nike-Aktie auf tiefstem Stand seit zwölf Jahren. Quelle: TradingView

Nike-Aktie schneidet schlechter ab als Bitcoin

Nike erreichte im November 2021 einen Rekordschlusskurs von 169,74 Dollar. Seitdem ist fast 80 Prozent des Börsenwerts verloren gegangen. Auf dem Höhepunkt war Nike auf Basis der aktuellen Aktienzahl rund 255 Milliarden Dollar wert. Heute sind es noch etwa 58 Milliarden Dollar.

Auch Bitcoin verlor deutlich an Boden. Die Kryptowährung notiert bei rund 64.000 Dollar und damit weit unter dem Rekordhoch von 126.080 Dollar aus dem Oktober 2025. Relativ fällt der Rückgang jedoch geringer aus als bei Nike.

Auch der Zeitraum ist bemerkenswert. Bitcoin büßte in zehn Monaten etwa die Hälfte seines Werts ein. Nike befindet sich seit 57 Monaten im Abwärtstrend. Die Kryptowährung ist auf das Niveau von 2024 zurückgefallen, Nike auf Kurse von 2014.

NFT-Ausflug fiel mit dem Hoch zusammen

Ein bemerkenswertes Detail ist Nikes Ausflug in den NFT-Markt. Im Dezember 2021, fünf Wochen nach dem Rekordkurs, kaufte Nike das digitale Modeunternehmen RTFKT. Das Unternehmen verkaufte virtuelle Sneaker und Avatare auf Ethereum.

Damals wurde die Übernahme als Schritt in Richtung digitale Kultur, Gaming und Kreativität präsentiert. Das Projekt nahm jedoch einen anderen Verlauf. Nike schloss RTFKT Anfang 2025. Anschließend verklagten Sammler den Konzern auf 5 Millionen Dollar. Sie warfen Nike vor, nicht registrierte Wertpapiere verkauft und das Projekt anschließend fallen gelassen zu haben.

Viele Konsummarken zogen sich in dieser Zeit aus dem NFT-Markt zurück. Bei Nike fällt jedoch besonders auf, dass die Übernahme nahezu mit dem Hoch der Aktie zusammenfiel.

Wende überzeugt noch nicht

CEO Elliott Hill kehrte im Oktober 2024 zurück, um Nike wieder auf Kurs zu bringen. In den Zahlen ist die Wende bislang jedoch nicht sichtbar. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 belief sich auf 46,4 Milliarden Dollar und lag damit nahezu unverändert zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie sank um 3 Prozent auf 2,10 Dollar.

Vor allem die Umsatzstruktur bereitet Sorge. Die Großhandelsumsätze stiegen, doch bei Nike Direct, also den eigenen Stores und Apps des Konzerns, gingen die Erlöse um 6 Prozent zurück. Das ist problematisch, weil der Direktverkauf in der Regel höhere Margen bringt. Auch China bleibt eine Schwachstelle. Der Umsatz in Greater China sank um 11 Prozent, der Gewinn in der Region ging um 20 Prozent zurück.

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