Google zahlt derzeit 20 Milliarden Dollar pro Jahr, um die Standard-Suchmaschine für Produkte von Apple zu sein. Diese Position scheint gefährdet, da ein Apple-Manager während eines Gerichtsverfahrens enthüllte, dass das Unternehmen ernsthaft erwägt, AI in seinen Browser zu integrieren.
Noch schmerzhafter ist vielleicht, dass die Anzahl der Google-Suchen auf dem Safari von Apple letzten Monat zum ersten Mal einen Rückgang verzeichnete.

Die ersten Dellen im Harnisch von Google
Das klingt nach einer kleinen Welle, aber für ein Unternehmen wie Alphabet, das mehr als die Hälfte seines Umsatzes und den Großteil seines Gewinns aus Suchverkehr zieht, ist es ein ernsthafter Schlag.
Was es noch schmerzhafter macht? Der Verdacht, dass Benutzer ihre Fragen nun immer häufiger an AI-Systeme von Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic stellen, anstatt an Google selbst. Die Vorstellung, dass „googeln“ langsam ausstirbt, war einst Science-Fiction. Jetzt beginnt es plötzlich real zu wirken.
Alphabet beeilte sich nach dem Gerichtsverfahren mit einem Blogpost, in dem es behauptet, dass die Suchanfragen weiterhin zunehmen, auch über Apple-Geräte. Aber diese Beruhigung kam erst, nachdem die Aktie am Mittwoch um 7,3% gefallen war. Auf Wochenbasis gibt es nun einen erwarteten Rückgang von etwa 6%, was einem Verlust an Marktwert von etwa 120 Milliarden Dollar entspricht.
Verliert Alphabet seine Cash-Cow?
„Die Kernfrage ist: Verliert Alphabet seine Cash-Cow?“, sagte Art Hogan von B. Riley Wealth Management. Und das ist keine rhetorische Frage mehr. Seit der Entstehung des Suchmaschinenmarktes war Google nahezu unangreifbar, aber diese Ära scheint zu Ende zu gehen.
Die Zeitwahl ist bitter. Während Alphabet stark auf AI mit Gemini setzt, zeigt sich jetzt, dass gerade Konkurrenten wie OpenAI immer häufiger der Ausgangspunkt für Online-Fragen sind. Apple muss dann nur noch die Tür öffnen.
Was diese Situation einzigartig macht, ist, dass dies nicht nur ein Konkurrenzkampf ist. Dies ist eine grundlegende Verschiebung in der Art und Weise, wie Menschen Informationen suchen. Anstatt Links in einer Liste zu wollen, möchten Benutzer direkte Antworten in natürlicher Sprache. Wer das am besten liefert, gewinnt.
Und zum ersten Mal in zwanzig Jahren scheint Google diesen Kampf nicht automatisch zu gewinnen.
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