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Yann LeCun, eine der bekanntesten Persönlichkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz, übt scharfe Kritik an Elon Musk. Dem ehemaligen KI-Topmanager von Meta zufolge ist xAI „ein Fehlschlag“ und das Unternehmen wird nicht mit OpenAI und Anthropic konkurrieren können.

Das könnte für Investoren in SpaceX schmerzhaft ausfallen, dessen Aktien in den letzten Tagen bereits stark gefallen sind.

SpaceX krijgt harde tikken sinds de piek van bijna 230 dollar per aandeel.
SpaceX erleidet seit dem Höchststand von fast 230 Dollar pro Aktie starke Verluste. Quelle: TradingView

xAI verliert Talente

LeCun hebt insbesondere das Ausscheiden mehrerer Mitgründer bei xAI hervor. Seiner Meinung nach ist das ein großes Problem, da KI-Unternehmen vollständig auf Talente angewiesen sind.

Die besten Forscher und Ingenieure bestimmen, wer die Nase vorn hat. Wenn ein Unternehmen sein Gründungsteam verliert, wird es viel schwieriger, mit Firmen wie OpenAI, Anthropic und Google zu konkurrieren.

Laut LeCun hat sich Musk zudem selbst in eine schwierige Lage manövriert. Es sei für ihn schwieriger, Spitzenkräfte zu gewinnen, da frühere Teams schlecht behandelt worden seien.

Das ist eine harte Kritik, zumal Musk über Jahre den Ruf hatte, die besten Techniker der Welt anziehen zu können.

Rechenzentren als Notlösung

LeCun kritisiert auch die enorme Infrastruktur von xAI. Das Unternehmen hat gigantische Rechenzentren in Memphis errichtet, bekannt als Colossus 1 und Colossus 2.

LeCun zufolge vermietet xAI Rechenleistung an andere Unternehmen, da dies der einzige Weg sei, um einen Teil der Kosten wieder hereinzuholen. Unter anderem Google und Anthropic sollen Kapazitäten bei xAI mieten.

Das macht die Situation ambivalent. Einerseits verfügt xAI über eine riesige Infrastruktur, was für Investoren attraktiv ist. Andererseits stellt sich die Frage, ob das Unternehmen selbst genügend KI-Produkte hat, um diese Infrastruktur gewinnbringend zu nutzen.

Im ersten Quartal verzeichnete das KI-Segment von SpaceX, zu dem xAI gehört, einen operativen Verlust von 2,5 Milliarden Dollar.

Große Sprachmodelle reichen nicht aus

LeCun äußert schon länger Kritik an der aktuellen Generation von KI-Modellen. Große Sprachmodelle seien seiner Meinung nach zwar nützlich für Aufgaben wie Programmieren, Text und Mathematik, aber nicht ausreichend für verlässliche allgemeine KI-Systeme.

Er glaubt, dass die nächste Phase von sogenannten Weltmodellen geprägt sein wird.

Das sind Modelle, die nicht nur Sprachmuster erkennen, sondern besser verstehen, wie die reale oder simulierte Welt funktioniert, einschließlich Objekten, Ursache und Wirkung, Bewegung, Handlungen und Planung.

Laut LeCun werden wir erst wirklich verlässliche KI-Agenten erhalten, wenn Systeme auf solchen Weltmodellen basieren. Damit positioniert er sein eigenes Unternehmen AMI Labs direkt gegen die aktuellen KI-Riesen. AMI Labs hat kürzlich 1 Milliarde Dollar eingesammelt, um an dieser Technologie zu arbeiten.

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