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AI-Agents erobern die Welt der Decentralized Finance (DeFi), doch bei schwierigen Entscheidungen bleiben sie auf Menschen angewiesen. Dies zeigt ein neuer Bericht der Investmentgesellschaft DWF Ventures.
Autonome AI-Agents zeichnen bereits für mehr als 19 Prozent aller Aktivitäten auf Blockchains verantwortlich, schreibt DWF Ventures.
Viele Menschen kennen AI durch Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Man stellt eine Frage und erhält eine Antwort. Ein AI-Agent geht einen Schritt weiter und führt eigenständig Aufgaben aus.
ChatGPT hat beispielsweise einen Agentenmodus, der einen Flug buchen kann. Anthropic bietet mit Claude Code einen Agenten, der programmiert, ohne dass ein Entwickler jede Zeile schreiben muss.
In DeFi (Finanzdienstleistungen ohne Banken, basierend auf der Blockchain) übersetzt sich diese Autonomie in Geld. Agents legen Stablecoins für Zinsen an, verwalten Portfolios und führen Trades aus. Kein Mensch muss einen Knopf drücken.
Seit 2025 wurden bereits über 17.000 solcher Agents gestartet, die zusammen mehr als 39 Millionen Dollar verwalten.
Für klar definierte Aufgaben sind Agents hervorragend geeignet. So verschiebt das ARMA-System von Giza Stablecoins automatisch zwischen Kreditplattformen, um die besten Zinsen zu erzielen.
Das Ergebnis: 9,75 Prozent Zinsen pro Jahr für Nutzer, womit es bekannte DeFi-Spieler wie Aave und Morpho schlägt.
Sobald es komplizierter wird, ändert sich das Bild. In einem Handelswettbewerb auf der Plattform tradexyz schlug der beste menschliche Trader den besten AI-Agenten um das Fünffache.
Ein gesonderter Wettbewerb der Forschungsgruppe nof1 zwischen sieben Spitzenmodellen, darunter GPT-5, Claude und Gemini, war fast ebenso schmerzhaft. Nur drei Modelle erzielten im Durchschnitt Gewinn pro Trade.
„Agents haben Schwierigkeiten, wenn die Situation nicht klar definiert ist“, erklärte DWF-Forscher Xin Yi Lim gegenüber Decrypt. Bei engen Aufgaben mit festen Regeln sind sie hingegen stark.
Auch MoonPay-Ingenieur Neeraj Prasad warnt, dass Agents zwar schon „kompetenter und fleißiger“ sind als Menschen, aber manchmal auch geradezu bösartig. Dies gibt Rückenwind für Ethereum-Entwickler, die bereits an neuen Standards arbeiten, um Agents komplexere Aufgaben ausführen zu lassen.
Coinbase-Chef Brian Armstrong geht sogar so weit zu prognostizieren, dass die Agentenökonomie größer wird als die menschliche Wirtschaft.
DWF dämpfte diesen Enthusiasmus. Lim zufolge wird es noch fünf bis sieben Jahre dauern, bis AI-Agents beim Handelsvolumen ernsthaft mit Menschen konkurrieren können.
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