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Ein wachsender Teil der Bitcoin-Miner arbeitet derzeit mit Verlust. Laut der amerikanischen Bank liegen die durchschnittlichen Produktionskosten für einen Bitcoin (BTC) derzeit bei rund 78.000 US-Dollar, während der Marktpreis deutlich darunter liegt. Vor allem Miner mit älterer Ausrüstung und hohen Energiekosten geraten dadurch in Schwierigkeiten. Welche Auswirkungen hat das auf das Bitcoin-Netzwerk?
JPMorgan schätzt, dass derzeit etwa 15 bis 20 Prozent des weltweiten Mining-Sektors verlustbringend arbeiten. Derzeit handelt Bitcoin-Markt etwa 15.000 US-Dollar unter dem geschätzten durchschnittlichen Produktionspreis von 78.000 US-Dollar pro Bitcoin.

Die Situation variiert jedoch stark je nach Unternehmen. Miner mit moderner Ausrüstung und günstiger Stromversorgung können weiterhin profitabel arbeiten. Doch Unternehmen mit älteren Maschinen oder Stromkosten über etwa 0,05 bis 0,06 US-Dollar pro Kilowattstunde haben es deutlich schwerer.
Der finanzielle Druck zeigt sich deutlich im Verkaufsverhalten. Börsennotierte Miningunternehmen verkauften im ersten Quartal 2026 gemeinsam mehr als 32.000 BTC. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2025. Das Geld wurde unter anderem verwendet, um Stromrechnungen, Personalkosten und andere Betriebskosten zu decken.
Viele Miner haben ihre erzeugten Bitcoins früher zurückgehalten, in der Hoffnung, dass die Kurse steigen. Doch mit sinkenden Einnahmen sehen sie sich gezwungen, einen größeren Teil ihrer Reserven zu direkt zu verkaufen.
Auch der Schwierigkeitsgrad des Bitcoin-Netzwerks zeigt, dass die Branche unter Druck steht. Diese sogenannte Mining-Difficulty sank am 14. Juni um über 10 Prozent. Das war der zweithöchste Rückgang im Jahr 2026.
Der Schwierigkeitsgrad passt sich an, wenn mehr oder weniger Rechenleistung aktiv ist. Ein starker Rückgang bedeutet in der Regel, dass viele Maschinen abgeschaltet werden. Vor allem weniger effiziente Miner verschwinden dann vorübergehend oder dauerhaft aus dem Netzwerk.
Gleichzeitig liegt auch die Hashrate niedrig. Dies ist der Betrag, den Miner mit einer bestimmten Menge an Rechenleistung verdienen. Je niedriger dieser Ertrag, desto schwieriger wird es, die Strom- und Gerätekosten wieder hereinzuholen.
Die Probleme haben sich seit der Bitcoin-Halving im Jahr 2024 verstärkt. Dabei wurde die Belohnung für das Finden eines neuen Blocks auf 3,125 BTC halbiert. Seitdem sind Miner anfälliger für Preisrückgänge und steigende Energiekosten.
Für die stärksten Unternehmen könnte die aktuelle Situation letztlich jedoch von Vorteil sein. Wenn schwache Konkurrenten aufgeben, sinkt die Konkurrenz und effiziente Miner können einen größeren Teil der neuen Bitcoins minen. Der Verkauf von Reserven deutet jedoch vorerst auf einen Sektor hin, der tief in die Kosten schneidet.
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