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In den letzten Monaten haben Anleger massenhaft Softwareaktien abgestoßen, aus Angst, dass künstliche Intelligenz traditionelle Softwareunternehmen schon bald obsolet werden lässt. Einem neuen Bericht von JPMorgan zufolge ist dieses Szenario jedoch unrealistisch und bietet vielmehr Kaufgelegenheiten.
Die Aktien von Softwareunternehmen sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken. Insbesondere Software-as-a-Service-Unternehmen waren betroffen, da Investoren erwarten, dass neue KI-Tools ihr Geschäftsmodell unter Druck setzen werden. Dennoch wurden auch Unternehmen, die gerade in KI investieren oder über starke Datennetzwerke verfügen, von der Verkaufswelle mitgerissen.
Laut Strategen von JPMorgan ist dieser Abverkauf überspitzt. Die Bank spricht von einem „übermäßigem Pessimismus“ bezüglich der Auswirkungen von KI auf traditionelle Softwareunternehmen. Dadurch sei der Markt nun reif für eine Aufwärtsbewegung.
In der Analyse, die von Chefstratege Dubravko Lakos-Bujas geleitet wurde, weist JPMorgan darauf hin, dass einige Unternehmen gestärkt aus der KI-Transformation hervorgehen können. Microsoft und CrowdStrike werden als Beispiele für Unternehmen genannt, die ihre Softwareprodukte durch KI verbessern und effizienter gestalten können.
Darüber hinaus sind viele Unternehmen noch an langfristige Verträge mit Softwareanbietern gebunden, was den Umstieg auf völlig neue KI-Lösungen erschwert. Hohe Umstellungskosten bilden einen Puffer gegen schnelle Disruptionen.
Obwohl die langfristigen Folgen bei der Einführung von KI ungewiss bleiben, betrachtet JPMorgan die jüngsten Kursrückgänge als unverhältnismäßig. Die Stimmung sei laut der Bank „übertrieben“, während die Quartalszahlen für das vierte Quartal robust bleiben. Analysten erwarten 2026 ein Gewinnwachstum von siebzehn Prozent.
Die Einschätzung von JPMorgan deckt sich mit früheren Aussagen von Morgan Stanley. Auch dort wird darauf hingewiesen, dass US-Technologieunternehmen, insbesondere Softwareaktien, nach den jüngsten Korrekturen attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten.
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