JPMorgan Chase hat in einer Gerichtsakte zugegeben, dass es nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 Konten von Donald Trump geschlossen hat. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die vergangene Woche unter anderem von Fortune und CNBC eingesehen wurden. Es ist das erste Mal, dass die größte Bank der USA dies offiziell bestätigt.
Das Eingeständnis ist Teil einer Klage, die Trump Ende Januar gegen die Bank eingereicht hat. Er behauptet, dass seine Konten aus politischen Gründen geschlossen wurden und fordert 5 Milliarden Dollar Schadensersatz.
JPMorgan bestätigt Entscheidung in Gerichtsdokument
In der Einreichung erklärt Dan Wilkening, ehemaliger Chief Administrative Officer von JPMorgan, dass die Bank im Februar 2021 mitteilte, bestimmte Konten bei der kommerziellen und privaten Bankabteilung würden geschlossen.
Laut Wilkening informierte JPMorgan die Kläger damals, dass spezifische Konten innerhalb der kommerziellen Bank und der Privatbank eingestellt würden.
Bislang hatte JPMorgan weder vor Gericht noch öffentlich konkret zu den Fragen der Kontenschließungen Stellung genommen.
Trump behauptet in seiner Klage, dass die Bank seine Konten unrechtmäßig geschlossen und ihn und seine Familie auf eine schwarze Liste gesetzt habe, die seinem Ruf schadet.
Bank weist Vorwürfe zurück
Trumps rechtliches Team bezeichnet das Eingeständnis als verheerendes Zugeständnis und meint, dass es beweise, die Bank habe ihn, seine Familie und seine Unternehmen absichtlich vom Bankensystem ausgeschlossen und finanziellen Schaden zugefügt.
Ein Sprecher von JPMorgan erklärte gegenüber CNN, dass die Bank die Klage bedauere und der Meinung sei, sie sei völlig unbegründet. Laut der Bank werden Konten geschlossen, wenn rechtliche oder regulatorische Risiken für das Unternehmen bestehen, jedoch nicht auf Basis politischer oder religiöser Überzeugungen.
Das Verfahren läuft noch. Ein Richter wird entscheiden müssen, ob die Schließung der Konten rechtmäßig war.
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