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Jemand hat am Montag absichtlich Bitcoin (BTC) im Wert von 8,2 Millionen Dollar verbrannt. Fünf unbekannte Wallets schickten 107 Coins an eine Adresse, auf die nie wieder jemand zugreifen kann. Ein plausibler Grund fehlt, was in der Gemeinschaft für erhebliche Verwirrung sorgt.
Die fünf Transaktionen wurden fast zeitgleich ausgeführt und landeten im selben Block auf der Blockchain. Die Coins gingen an die Adresse 1111111111111111111114oLvT2, eine berüchtigte Burn-Adresse, wo sie für immer verbleiben werden.
„Das Verbrennen eines so hohen Betrags ist einfach unglaublich“, schreibt Lookonchain auf X.
Eine Burn-Adresse ist eine tote Bitcoin-Adresse. Coins, die dort landen, sind für immer unzugänglich. Das liegt daran, dass es keinen privaten Schlüssel gibt, den geheimen Code, der normalerweise zum Signieren von Transaktionen benötigt wird. Diese spezielle Adresse entstand um 2010 und besteht ausschließlich aus Nullen, wodurch der dazugehörige Schlüssel mathematisch unauffindbar ist.
Die größte Transaktion umfasste fast 37 BTC, gefolgt von Chargen von 29, 20 und 20 Coins. Die Absender zahlten zusammen nur 5,56 Dollar an Gebühren, um ihr Vermögen endgültig abzuschreiben. Die fünf Wallets waren seit 2014 aktiv und sind nun vollständig geleert.
Die Burn-Adresse enthält mittlerweile 807 Bitcoins im Gesamtwert von etwa 61 Millionen Dollar. Auf dem Höhepunkt von Bitcoin im Oktober, als der Kurs noch bei 126.000 Dollar stand, wären die gerade verbrannten Coins 13,4 Millionen Dollar wert gewesen.
Niemand weiß, warum jemand freiwillig 8,2 Millionen Dollar wegwirft. Adam Back, ein britischer Kryptograph, der eine wichtige Rolle bei der technischen Entstehung von Bitcoin spielte, vermutete auf X, es könnte sich um eine „unbeabsichtigte Quantenbelohnung“ handeln.
Er spricht von einer schwelenden Bedrohung. Quantencomputer könnten in Zukunft stark genug sein, um die Verschlüsselung alter Bitcoin-Wallets zu knacken.
Ein Angreifer könnte die gestohlenen Coins danach weiterverkaufen und so zu Geld machen. Bei einer Burn-Adresse läuft ein solcher Diebstahl ins Leere, da die Adresse schlicht keinen Schlüssel hat, der geknackt werden könnte.
Eine ähnliche Argumentation gilt für den Schutz vor einem „Wrench Attack“, bei dem Kriminelle jemanden physisch bedrohen, um Kryptowährung zu erpressen. Sind die Coins bereits weg, gibt es nichts mehr zu erpressen. In beiden Fällen bleibt jedoch das gleiche schmerzhafte Ergebnis bestehen: Auch der Eigentümer selbst sieht sein Geld nie wieder.
Eine andere Theorie knüpft an ein technisches Detail an. Die Transaktionen enthalten zeitgebundene Parameter, ein möglicher Hinweis auf einen „Dead Man’s Switch“. Das ist eine automatische Sicherheitsfunktion, die Geld vernichtet, sobald der Besitzer zu lange nichts von sich hören lässt.
Andere halten es einfach für einen Fehler oder einen KI-Chatbot mit Zugang zur Wallet, der völlig aus dem Ruder lief.
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