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SBI Crypto wird seinen Bitcoin-Mining-Pool am 31. Juli einstellen. Damit verschwindet nach gut fünf Jahren einer der bekannteren kommerziellen Mining-Pools Japans. Warum das Unternehmen den Dienst einstellt, hat es nicht bekannt gegeben.

Ab dem 31. Juli werden auch keine neuen Teilnehmer mehr zugelassen. SBI Crypto bittet bestehende Miner, dem Pool bis zum letzten Tag Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, damit die letzten Mining-Belohnungen korrekt berechnet und ausgezahlt werden können.

Etablierter Akteur verabschiedet sich vom Bitcoin-Mining

Ein Mining-Pool ist eine Plattform, auf der Miner ihre Rechenleistung bündeln, um gemeinsam neue Bitcoin (BTC)-Blöcke zu finden. Die Erträge werden anschließend unter den Teilnehmern aufgeteilt.

SBI Crypto startete den Mining-Pool im März 2021 in einem Markt, der damals von großen internationalen Akteuren dominiert wurde.

Zahlen von SimpleMining zeigen, dass SBI Crypto derzeit über eine Hashrate von etwa 21,46 Exahashes pro Sekunde (EH/s) verfügt. Damit macht der Pool etwa 2,24 Prozent der gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks aus und belegt weltweit den zwölften Platz.

Zum Vergleich: Der Marktführer Foundry USA macht etwa 24,5 Prozent der weltweiten Hashrate aus, gefolgt von AntPool mit gut 19 Prozent.

Nach der Schließung empfiehlt SBI Crypto seinen Kunden, zu einem anderen Miningpool zu wechseln. Als mögliche Alternativen nennt das Unternehmen Braiins, Luxor und NeoPool. Nach Angaben von SBI bieten einige Anbieter spezielle Wechselprogramme für Neukunden an.

SBI verlagert den Fokus auf Kryptobörsen und Stablecoins

Die Schließung dürfte Teil einer breiteren strategischen Neuausrichtung bei SBI Holdings sein. Der japanische Konzern investiert seit einigen Jahren verstärkt in Kryptobörsen, Stablecoins und andere digitale Finanzdienstleistungen.

So kündigte SBI kürzlich an, die Kryptobörse Bitbank vollständig übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis liegt bei 46,7 Milliarden japanischen Yen, umgerechnet rund 289 Millionen Dollar. Damit will der Konzern zur größten Kryptobörse Japans aufsteigen.

Auch bei Stablecoins baut SBI seine Aktivitäten aus. Das Unternehmen unterstützt den an den japanischen Yen gekoppelten Stablecoin JPYSC und arbeitet an der Einführung von Ripple USD (RLUSD) auf dem japanischen Markt mit.

Die Entscheidung fügt sich in eine breitere Entwicklung der Branche ein. Bitcoin-Mining ist in den vergangenen Jahren durch den zunehmenden Wettbewerb und die Halbierung der Block Rewards nach jedem Bitcoin-Halving immer kapitalintensiver geworden. Einige Unternehmen verlagern deshalb ihre strategischen Schwerpunkte. So teilte das Miningunternehmen Ionic Digital in dieser Woche mit, einen Teil seiner Rechenzentren künftig für Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz nutzen zu wollen. SBI schlägt einen anderen Weg ein und legt einen stärkeren Schwerpunkt auf Kryptohandel, Stablecoins und digitale Finanzdienstleistungen.

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