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Iran ist bereit, die blockierte Straße von Hormus innerhalb von 30 Tagen nach einer Einigung mit den USA wieder vollständig zu öffnen. Das berichtet das japanische Wirtschaftsmagazin Nikkei unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle.
Das wäre nicht nur ein Segen für den Geldbeutel, sondern auch für die Finanzmärkte und die Zentralbanken, die seit Monaten schweißgebadet zusehen, wie die Ölpreise weiter steigen.
Iran würde unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abkommens mit der Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus beginnen. Innerhalb eines Monats soll der Schiffsverkehr wieder das Niveau von vor dem Krieg erreichen.
„Nach dem Abkommen können Schiffe aller Länder wieder frei und sicher fahren, so wie vor der faktischen Schließung“, so die Quelle gegenüber Nikkei.
Die Straße von Hormus ist eine enge Meerenge zwischen Iran und Oman, durch die normalerweise etwa 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden. Seit Iran die Wasserstraße blockiert hat, sind die Ölpreise in die Höhe geschossen und die Weltwirtschaft ächzt unter den hohen Energiekosten.
Die Nachricht folgt auf einen plötzlichen Durchbruch, den Donald Trump am Samstag verkündete. Der US-Präsident erklärte damals auf Truth Social, dass ein Friedensabkommen mit Iran „weitgehend ausgehandelt“ sei.
Einen Tag später räumte das iranische Außenministerium ein, dass sich die beiden Länder „in vielen Punkten einig“ seien, dass das Land jedoch „nicht kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens“ stehe. Es gebe jedoch eine Absichtserklärung, in der die Parteien das weitere Vorgehen vereinbaren.
Was derzeit auf dem Tisch liegt, ist also diese Absichtserklärung (auf Englisch ein memorandum of understanding genannt). Es handelt sich nicht um ein vollständiges Friedensabkommen, sondern um eine grobe Route, die den Weg für das Kriegsende ebnen soll. Die Details zur iranischen Uranvorrat und zum Sanktionspaket müssen anschließend noch ausgehandelt werden.
Es war eine bemerkenswerte Wendung, denn Anfang des Monats war eine Verhandlungsrunde in Pakistan noch gescheitert. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi verließ das Land damals, ohne die amerikanische Delegation zu treffen. Seitdem lagen die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm als größte Hindernisse auf dem Tisch.
Ein iranischer Beamter bestätigte der Washington Post, dass die Wiedereröffnung in Phasen verläuft. In der ersten Runde gibt die USA 12 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten frei. Gleichzeitig beginnen die Minenräumungen und die US-Marineblockade wird aufgehoben.
Ein hochrangiger US-Beamter nannte das Konstrukt „trust but verify auf Steroiden“. Die Blockade wird schrittweise aufgehoben, während die Straße geöffnet wird. „Iran bekommt nichts, bevor es liefert“, so der Beamte.
Die Absichtserklärung verlängert die aktuelle Waffenruhe um 60 Tage. In dieser Zeit müssen Washington und Teheran zu einem endgültigen Friedensabkommen kommen. Auch die Kämpfe im Libanon würden sofort enden, allerdings behält sich Israel das Recht vor, auf akute Bedrohungen zu reagieren.
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Trump verkündet, dass das Iran-Abkommen am Sonntag unterzeichnet wird, doch Teheran prüft den Text noch. Über wesentliche Punkte gibt es weiterhin Uneinigkeiten.
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