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Die globalen Finanzmärkte scheinen heute mit kräftigen Kursanstiegen in die neue Handelswoche zu starten. In Asien haben die Börsenindizes bereits stark eröffnet, während auch die US- und europäischen Futures im Plus sind. Damit nähert sich der Nasdaq sogar der Marke von 30.000 Punkten.

Wereldwijde beursindices kleuren groen.
Globale Börsenindizes im Aufwind. Quelle: TradingView

Friedensabkommen mit Iran wichtig für Finanzmärkte

Wenn wir Donald Trump Glauben schenken dürfen, verlaufen die Gespräche mit Iran derzeit sehr gut. Gleichzeitig betont er jedoch, keine Eile zu haben, es sei noch genügend Zeit vorhanden.

Mit dieser Einschätzung sind nicht alle einverstanden. Jeff Currie, Energiestratege bei Carlyle, weist darauf hin, dass die globalen Ölreserven kritische Pegel erreichen.

In Asien seien die Reserven fast erschöpft, während Europa noch einige Wochen Zeit habe und die USA bis Juli. Trump mag damit recht haben, dass sein Land noch Zeit hat, doch für den Rest der Welt gilt dies nicht.

Der einzige Grund, warum Europa noch einige Wochen über Reserven verfügt, ist die Unterstützung aus den Vereinigten Staaten.

Für die globalen Börsenindizes ist es daher wichtig, dass es in absehbarer Zeit zu einem Deal kommt. Der Konflikt sollte ursprünglich maximal vier Wochen dauern, mittlerweile zieht es sich jedoch schon über Monate hin.

Anleger hoffen daher, dass Trump diesmal sein Wort halten kann. Je mehr Zeit verstreicht, desto stärker wird Irans Position, da sie ebenfalls verstehen, dass die Situation für die Weltwirtschaft zunehmend kritischer wird.

Kalender voll mit makroökonomischen Daten

Während der Handel mit Börsenfutures bereits läuft, bleiben die Türen an der Wall Street heute wegen Memorial Day geschlossen. Auch die Londoner Börse bleibt am Montag wegen des Spring Bank Holiday geschlossen.

Der Fokus der Investoren liegt in dieser Woche neben Iran auch auf makroökonomischen Daten. So erhalten wir aus den USA die PCE-Inflation, den bevorzugten Inflationsindikator der US-Notenbank.

Diese wird in den kommenden Monaten jedoch stark von den Verhandlungen zwischen den USA und Iran abhängen. Sollte es bald zu einem Frieden kommen, könnte der Druck auf die Ölpreise nachlassen und die Inflation sinken.

Derzeit scheint jedoch eine relativ hohe Inflationsrate erwartet zu werden, was die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen der US-Notenbank erheblich erhöht. Noch vor Kurzem war von Zinssenkungen die Rede.

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