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Präsident Trump hat angekündigt, dass die USA aktiv dazu beitragen werden, die Schifffahrtsstaus in der Straße von Hormus zu beseitigen. In einem Beitrag in sozialen Medien schrieb er, dass die USA vor Ort bleiben werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Gleichzeitig darf Iran weiterhin Gebühren auf Schiffe erheben, die die Meerenge passieren.

Iran und Oman dürfen Gebühren erheben

Laut CNN erlaubt der Waffenstillstand Iran und Oman, Gebühren von Schiffen zu verlangen, die durch die Straße von Hormus fahren. Ein regionaler Beamter erklärte, die Einnahmen sollen für den Wiederaufbau Irans verwendet werden.

Iran erhebt seit Wochen Gebühren für die Durchfahrt. Der Tarif lag bisher bei etwa 2 Millionen Dollar pro Einzelfahrt. Ob dieser Betrag im Rahmen des neuen Abkommens angepasst wird, ist noch unklar, aber das Prinzip, dass Iran an der Passage verdienen darf, ist nun formell Teil der Vereinbarung.

Das ist eine bemerkenswerte Zugeständnis. Die Straße von Hormus liegt in internationalen Gewässern, und westliche Mächte sowie Golfstaaten haben sich wochenlang gegen die Idee gewehrt, dass Iran die Kontrolle über die Durchfahrt beansprucht. Indem die Gebührenerhebung als Teil des Waffenstillstands formalisiert wird, erhält Iran faktisch Anerkennung für seinen Einfluss auf die Meerenge.

Trump spricht von „Goldenen Zeitalter“

Trump zeigte sich überraschend optimistisch. Er schrieb, dass Iran mit dem Wiederaufbau beginnen könne und bezeichnete den Waffenstillstand als Chance für das, was er als das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens beschrieb.

Er fügte hinzu, dass Amerika in der Nähe bleiben werde, um die Schifffahrt zu begleiten. Die Formulierung deutet darauf hin, dass US-Marineeinheiten eine Rolle bei der Sicherung der Durchfahrt während der zweiwöchigen Waffenruhe spielen könnten.

Fragen bleiben offen

Trotz des positiven Tons bleiben viele Unklarheiten bestehen. Es ist nicht bekannt, wie viele Schiffe pro Tag passieren dürfen und welche Länder Vorrang erhalten.

Mehr als 800 Schiffe sind noch im Persischen Golf festgesetzt. Reedereien und Versicherer warnen, dass es Wochen dauern könnte, bis sich der Verkehr normalisiert, selbst wenn die Durchfahrt offiziell geöffnet wird.

Die Gebührenerhebung wirft zudem politische Fragen auf. Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die VAE sind auf die Meerenge für ihren Öl-Export angewiesen und lehnen die Vorstellung ab, dass Iran daraus strukturell Profit zieht. Ob diese Regelung auf die zweiwöchige Waffenruhe beschränkt bleibt oder dauerhaft wird, ist eines der Hauptdiskussionsthemen in den bevorstehenden Verhandlungen.

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