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Professionelle Anleger haben ihre Exponierung gegenüber US-Spot-Bitcoin (BTC) ETFs Anfang dieses Jahres deutlich reduziert. Dies geschah in einer Phase scharfer Kursrückgänge und verschlechternder Marktstimmung. Neuen Daten zufolge bauten insbesondere bestimmte institutionelle Investoren massiv ihre Positionen ab.

Hedgefonds führen Verkaufswelle an

Das geht aus einem neuen Bericht des Vermögensverwalters CoinShares hervor, basierend auf den sogenannten 13F-Meldungen. Diese obligatorischen Berichte geben Einblick in die Anlagen von Vermögensverwaltern mit mehr als 100 Millionen Dollar unter Verwaltung.

Aus den Daten geht hervor, dass professionelle Anleger ihr Engagement in US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs im ersten Quartal von 313.000 auf 261.000 BTC reduziert haben. Das entspricht einem Rückgang von etwa 52.000 Bitcoin, also 17 Prozent.

Der professionelle Besitz von Bitcoin-ETFs ging im ersten Quartal zurück. Quelle: CoinShares.

Der Gesamtwert dieser Positionen fiel noch stärker. Der gemeinsame Marktwert sank um 35 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Auch der Anteil professioneller Anleger am gesamten ETF-Markt ging zurück, von 24,7 auf 20,8 Prozent.

Laut CoinShares-Analyst Matt Kimmell ist dies keine überraschende Entwicklung. „Diese Daten entsprechen dem historischen Verhalten der Bitcoin-Märkte während Kursrückgängen. Hebelstrategien und taktische Positionen werden abgebaut.“

Vor allem Hedgefonds und Broker waren für den Verkaufsdruck verantwortlich. Zusammen machten sie etwa 96 Prozent des Abbaus aus. Hedgefonds verkauften rund 31.400 BTC, ein Rückgang um 39 Prozent. Broker reduzierten ihre Exponierung um 18.800 BTC, was einer Abnahme von 53 Prozent entspricht.

Banken tendieren gegen den allgemeinen Trend

Nicht alle professionellen Akteure verließen den Markt. Anlageberater bildeten in der Untersuchung nach wie vor die größte Gruppe institutioneller Anleger und reduzierten ihr Engagement um lediglich 5,9 Prozent.

Banken gingen sogar gegen den Trend. Sie verdoppelten ihren Bitcoin ETF-Besitz und fügten im Quartal etwa 7.800 BTC hinzu.

Der Abbau von ETF-Positionen fiel mit einer scharfen Korrektur des Bitcoin-Kurses zusammen. Bitcoin verlor im ersten Quartal 23 Prozent seines Wertes und fiel vorübergehend auf 62.700 Dollar, nahezu identisch mit dem aktuellen Kurs von 62.400 Dollar.

Der Ausstrom aus Bitcoin-ETFs hält zudem an. Gestern war bereits der vierzehnte Handelstag in Folge mit Nettoabflüssen. Seit dem 15. Mai haben Anleger fast 4,4 Milliarden Dollar aus den Fonds abgezogen.

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