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Der US-Dollar hält sich vorerst stabil nach den strikteren Tönen der Federal Reserve. Laut Analysten der ING erhielt die Währung Unterstützung durch die erste Zinsentscheidung unter Kevin Warsh, bei der die Zentralbank klarer an der Preisstabilität festhielt.

Dollar stijgt, maar komt in weerstandszone, terwijl RSI (momentum) afneemt.
Dollar steigt, erreicht jedoch Widerstandszone, während RSI (Momentum) abnimmt (Quelle: TradingView)

Trotzdem warnt ING, dass Anleger dies nicht mit einem neuen Zyklus von Zinserhöhungen wie 2022 verwechseln sollten.

Die Fed klingt strenger, aber laut der Bank handelt es sich eher um eine moderate Anpassung als um den Beginn eines aggressiven Zinserhöhungszyklus.

Warsh sendet erstes hawkishes Signal

Kevin Warsh machte bei seinem Amtsantritt als Fed-Vorsitzender sofort deutlich, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin hohe Priorität hat. Der neue Dot Plot zeigte einen klaren Richtungswechsel. Mehrere Fed-Mitglieder rechnen inzwischen mit mindestens einer Zinserhöhung in diesem Jahr.

Das führte zu einem stärkeren Dollar und einer sogenannten bearish flattening der Zinskurve. Kurzfristige Zinsen stiegen relativ stärker, da Anleger wieder mit strengerer Geldpolitik rechnen. Für den Dollar ist das positiv. Höhere US-Zinserwartungen machen die Währung attraktiver gegenüber anderen Währungen.

Keine Wiederholung von 2022

Dennoch sieht ING keinen Grund zu erwarten, dass die Fed erneut einen aggressiven Zinserhöhungszyklus einleitet.

2022 erhöhte die US-Notenbank die Zinsen um mehrere hundert Basispunkte, um eine große Inflationswelle zu bekämpfen. Laut ING ist das aktuell nicht das Szenario.

Der Markt preist inzwischen etwa 44 Basispunkte zusätzliche Straffung bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres ein. Das entspricht einer maßvollen Anpassung, nicht einer neuen Schocktherapie.

Zudem erwarten die Fed-Mitglieder im Dot Plot weiterhin Zinssenkungen in den Jahren 2027 und 2028. Das macht den aktuellen Zinskurs strenger als zuvor gedacht, aber nicht extrem.

Sinkender Ölpreis bremst Dollar

Viel dreht sich jetzt um den fallenden Ölpreis. Durch die erwartete Unterzeichnung des Abkommens zwischen den USA und Iran verschwindet ein Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Energiemarkt.

Niedrigere Ölpreise könnten den Inflationsdruck später in diesem Jahr verringern. Genau deshalb erwartet ING, dass die Fed letztlich möglicherweise verhindern kann, dass sie erneut straffen muss.

Sollte die Inflation tatsächlich etwas nachlassen, wird es für den Dollar schwieriger, weiter stark zu steigen. Dann bleibt eher die Geschichte, dass der Rückgang des Dollars verzögert, aber nicht aufgehoben ist.

Demzufolge sollten Bitcoin (BTC), Aktien, Gold und Silber laut den ING-Analysten auf längere Sicht wieder Luft holen können.

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