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Der Kurs von Hyperliquid (HYPE) steigt weiter stark an. Die Coin legte heute zweistellig zu und wird derzeit bei etwa 72 Dollar gehandelt. Damit rückt das Allzeithoch von rund 75 Dollar, das Anfang des Monats erreicht wurde, erneut in Reichweite.
Von einer vorübergehenden Modeerscheinung kann keine Rede sein. Hinter der Rally stehen mehrere fundamentale Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken.
Der Hauptantrieb hinter dem Anstieg ist die anhaltende Nachfrage nach Hyperliquid über börsennotierte Anlageprodukte. Die kürzlich eingeführten Spot HYPE-ETFs verzeichneten mittlerweile die fünfte Woche in Folge Nettozuflüsse. Seit der Einführung gab es nur einen Handelstag, an dem Anleger per Saldo Geld abzogen.
Das ist ein wichtiges Signal. Solch konsistente Zuflüsse deuten normalerweise auf das Vertrauen von Anlegern mit längerem Anlagehorizont hin und nicht auf kurzfristige Spekulation. Auffällig ist, dass weiterhin neues Kapital zufließt, obwohl der Kurs bereits stark gestiegen ist. Das verstärkt den Eindruck, dass immer mehr professionelle Akteure Hyperliquid als ernsthaften Spieler im Kryptomarkt sehen, gerade jetzt, wo viele Anleger nach neuen Wachstumsstorys außerhalb der etablierten Namen suchen.
Ein weiterer wichtiger Faktor liegt in der Struktur von Hyperliquid. Die Plattform ist eine dezentrale Börse für unbefristete Futures. Ein sehr großer Teil der Einnahmen aus den Handelsgebühren fließt in einen speziellen Fonds, den Assistance Fund, der damit HYPE-Tokens zurückkauft und vernichtet.
Dieser Fonds hat mittlerweile HYPE im Wert von über 2 Milliarden Dollar zurückgekauft. Je mehr auf der Plattform gehandelt wird, desto mehr Tokens verschwinden aus dem Markt. Diese direkte Verbindung zwischen Handelsaktivität und Rückkäufen wirkt als Antrieb: Mehr Handel bedeutet mehr Rückkäufe, was den Kurs weiter stützt.
Auch die Aktivität auf der Plattform nimmt stetig zu. Die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer liegt mittlerweile über 200.000. Damit entwickelt sich Hyperliquid zunehmend zu einer der geschäftigsten Handelsumgebungen im Sektor, statt nur eine spekulative Geschichte um einen Token zu sein.
Auch der Börsengang von SpaceX spielte eine Rolle, war jedoch nicht die direkte Ursache für den Sprung. Im Vorfeld des Debüts bot Hyperliquid einen Futures-Kontrakt auf die SpaceX-Aktie an. Das tägliche Handelsvolumen in diesem Kontrakt stieg von rund 20 Millionen auf über 1,2 Milliarden Dollar, und der Preis auf Hyperliquid folgte dem Kurs an der Nasdaq auffallend genau.
Das war eine gelungene Präsentation für die Plattform. Sie zeigte, dass Hyperliquid auch auf große Ereignisse außerhalb der Kryptowelt reagieren kann. Und da all dieser Handel Gebühren generiert, von denen ein großer Teil über das Rückkaufmechanismus an HYPE geht, unterstützte diese Aktivität den Kurs indirekt. SpaceX fungiert also eher als Katalysator und Visitenkarte für die Plattform als als Grund für den heutigen Anstieg.
Hinzu kommt das allgemein positive Marktumfeld. Der gesamte Kryptomarkt erholte sich nach der Einigung zwischen den USA und Iran, was auch HYPE Rückenwind verlieh.
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